QUADERER / MILITÄRGESCHICHTE 1814-1849 ANHANG BRIEFE BRIEF DES FRANZ ANTON BOSS, VADUZ LLA RB C2, o. N., 20. März 1814 An Das Hoch- und wohl Löbl. Oberammt und Herschaft Licht, abzugeben in Vadutz auf Bregenz und von Bregenz auf Veitkirch Karlsruhe, den 20ten März 1814 An das Hoch und wohledcl und gestrenge I lochzuverehrende Hoch Löbl. Oberanbt ihn Vaduz. Wir alle von vaduz welche als regruten vortt sind Lassen das Löbl. Oberammt sehr viel mahl grüssen und uhm dieser Umstand, Anzuklagen, Weil Es ein sehr Hartes Leben ist, in diesem vall. Weil man uns so sehr angeführt, und beytrogen hat. Weil wir aber in der Zeit alle zusamen komen sind, welche in der Herschaft sind als Soldaten Vort gegangen, wir haben ein so schlechte vorpfvle- gung. Weil wir nur siben Kreuzer und zwey Pfund Brodt haben. Auf den Tag. und noch ab den siben Kreuzer in dem Würts Hause zehren sollen, Weil wir nicht haben Wie die andere Soldaten. Weil wir keine Minasche1 zu machen haben, es kostet uns dass Eigen Gelt alle Tage wan wir nicht den Geist aufgeben wollen. Weil wir vom Morgen biss Abends nur eine Stund zu ruhen haben. Unnd dennoch nur als Hund und verachtete Leute geheisen werden, die und diese Lichtensteiner. Weil wir aber alle an dem Löbl. Oberammte die Hilf und der Boystand suchen wollen, so Bitten wir dass Löbl. Oberammte sehr viel mahl, das es uns die Hilfe Leisten würde, und uns nicht an den rücken Ligen lassen. weil wir die Hilfe sehr bedürfdig sind. Es würde uns sehr freuen, wan man uns halten thäte wass sie uns ihn der Kanzlcy versprochen haben. Wir aber alle anhaltend! und Bitent sind, so wollen sie uns diese Zulag schicken sobald es Möglich ist weil wir sie sehr Beidürfdig sind und an den Herrn Herrn Hauptman Kapidain Warzamann die Antrege zu machen weil er unser Hauptmann ist von der Ersten Kumpany Linien Trophen Ich Wünsche es aber sich werden uns ein schreiben zu schicken samt der zulag und die zwey Kreuzer und dass halb Pfund Fleisch damit wir wissen wie es stet. Man hat uns auch nicht änderst als auf Acht Jahr wollen einschreiben, so sprechen wir alle zusamen, wir dürfen nur drey Jah halten, wan es nicht frid gebe, und wann es Frid gebe, so müsse man uns zu Hause lasen weil wir diesen Ackord allso gethrofon haben. Und diese Mun- dierung2 welche man uns gibt sandt gewebr. Koste nur 70 f sage sibenzig Gulden dieses ist noch recht bilig. wan es dass Land zahlen müsse. so wünschen wir es sie möchten uns dieses volziehen was wir ge- schrieben haben. Wir Wünschen Es alle in gemein Nun Adye so Leben Wohl 1814 Karlsruhe den 20ten März Fr. Anton Boss Wagner 1) Menage 2) Montierung, Ausrüstung 281
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.