und Mathematik versehen, die ihn für den gewähl- ten Stand empfehlenswert machen" würden.309 Menzinger sah in der Tatsache, dass sich Rheinber- ger als Freiwilliger gemeldet hatte, auch eine wich- tige Vorbildwirkung zur „Erwekung der Vorliebe für den Waffenstand bei andern fähigen Jünglin- gen".310 Der Eintritt in die Bataillonsschule in Sig- maringen zur Ausbildung für höhere Chargen musste nach Menzinger auch „beim Volke einen sehr guten Eindruck machen".311 Er empfahl des- halb, den beiden Einstehern Ferdinand Walser und Peter Rheinberger, wenigstens aber dem Studenten Peter Rheinberger (1831- 1893) als Oberleutnant um 1859 
Rheinberger „den Character als Cadet gnädigst zu verleihen".312 Gute Aufführung und fleissigen Ein- satz vorausgesetzt, sah Menzinger die weitere Be- förderung als „ihre eigene Sache" an.313 Peter Rheinberger, laut Passbeschreibung314 ledig, schlank, ovales Gesicht, blonde Haare, braune Au- gen, fünf Schuh und acht Zoll gross (ca. 1,66 m), trat am 9. November 1848 in das liechtensteinische Kontingent ein. Moritz Menzinger, der Sohn des Landesverwesers Johann Michael Menzinger, entschloss sich laut Mitteilung des Regierungsamtes vom Dezember 1848 doch noch, als Freiwilliger in das fürstliche Jägerkorps einzutreten.315 Die drei Freiwilligen wurden als Kadetten, also als Offiziersanwärter, in den fürstlich-liechtensteini- schen Scharfschützenzug aufgenommen und am 18. Dezember 1848 in Sigmaringen „mit körperli- chem Eid" belegt.310 Mit Bewilligung des Fürsten besuchten die drei Kadetten die Bataillonsschule und wurden am 1. Januar 1849 zu Korporalen er- nannt.317 Die anfallenden Ausgaben für die Unifor- mierung sowie die Löhnung und Verpflegung der drei Offiziersaspiranten musste das Regierungsamt Vaduz übernehmen. Bis Ende März 1849 beliefen sich diese Unkosten auf 220 Gulden und 26 Kreu- zer.318 Da das Verhalten und die Fähigkeiten der Kadetten den gestellten Anforderungen entsprach, beantrag- te der Bataillonskommandant die Beförderung Rheinbergers und Menzingers zu Leutnants II. Klasse.319 Laut Mitteilung der Hofkanzlei vom 9. Mai 1849 wurde dieser Antrag vom Fürsten ge- nehmigt und den Beförderten ein Jahresgehalt von 300 Gulden zugesprochen.320 Wie überraschend die Beförderung für Rheinberger kam, zeigt seine Notiz zu diesem Ereignisin seinem Tagebuch:321 Die Equipierung, d.h. die Ausstattung mit dem für den Leutnant erforderlichen Uniform- zubehör, konnte Rheinberger vorerst nur notdürftig vornehmen. Statt eines Säbels musste er sogar sein Haubajonett verwenden. Trotzdem war seine Freu- de über die rasche Beförderung unbeschreiblich und er empfand es als ein Glück, so schnell aufzu- steigen.322 Die Freude wurde lediglich dadurch ge- 210
        

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