Jahr Anzahl Schützen Total 
Treffer Fehlschüsse pro Jahr Schüsse 1842 alte 28 1680 
1388 292 (17.3%) junge 24 1440 
1073 367 (25,5%) 1843 alte 34 2040 
1668 372 (18,2%) junge 14 840 719 
121 (14,4%) 1844 alte 36 2160 
1763 397 (18,3 %) junge 13 780 599 
181 (23,2%) 1845 alte 36 2160 1906 254 (11,7%) junge 13 780 
662 118 (15,1%) 1853 Unteroffiziere und Soldaten 49 2923 2486 437 (14,9%) Die oben genannten Gesamtergebnisse resultieren aus je 10 Schüssen pro Schütze aus sechs verschie- denen Distanzen, nämlich aus 100, 140, 180, 220, 260 und 300 Schritten. Geschossen wurde auf eine Scheibe mit sechs Ringen, deren äusserster einen Durchmesser von zwei Schuh [ca. 62 cm] hatte; nach 1849 mass der äussere Ring nur noch einen Schuh im Durchmesser. Die Übersicht zeigt ein Einpendeln der Schusser- gebnisse auf etwa 16% Fehlschüsse bei der älteren, also schon eingeübten Mannschaft, und auf etwa 18,5% Fehlschüsse bei den jungen Rekruten, welche die erste Ausbildungsphase abgeschlossen hatten. Daraus kann geschlossen werden, dass durch eine sorgfältige Ausbildung ein qualitativ an- sprechendes Niveau erreicht werden konnte. Um die Unteroffiziere und Soldaten zu motivieren, ein gutes Schiessresultat zu erreichen, wurden den besten Schützen jedes Jahr als Auszeichnung das „silberne Patrouillepfeifchen" verliehen.277 Über- dies erhielten die vier besten Schützen je vier Gul- den Prämie, den nächsten acht wurden je zwei Gul- den und den nächsten 16 Schützen je ein Gulden ausbezahlt.278 Die Inspektionsberichte der Jahre von 1841 bis 1848 enthielten grösstenteils positive Ergebnisse, was die Waffenübungen und das Schei- benschiessen anbelangt. Niedermayr betonte 1842, dass die erzielten Resultate der jüngeren und alten Mannschaft ein weiterer Beleg dafür seien, dass der Unterricht zweckentsprechend geleitet werde und „hiebei der grosse Werth welcher insbesondere bei Scharfschützen ins Auge gefasst werden muss, 
nicht verfehlt worden sey".279 Auch Fürst Alois II. gab 1843 seiner vollen Zufriedenheit über den Zu- stand des Kontingents Ausdruck und nahm die Be- richte des Batailionskommandanten „mit Vergnü- gen zur Kenntnis".280 Einen Unterbruch der positiven Ausbildungsbilanz brachte das Jahr 1846. Durch zwei Rheineinbrüche [28. Juni und 3. Juli] entstand in Liechtenstein eine Notstandssituation.281 Leutnant Blaudek schrieb am 9. Juli 1846 an das Bataillonskommando, dass „ein furchtbares Unglück ... über Liechtenstein er- gangen" sei.282 Blaudek schlug deshalb vor, die Einberufung des Kontingents für dieses Jahr zu sus- pendieren, da die ganze Kraft des Landes aufgebo- ten werden müsse, den Rhein wieder „in sein ver- lassenes Beet zu dämmen".283 Fürst Alois ermäch- tigte das Oberamt, die Einberufung der Truppen aufzuschieben, gestand dem Amte aber zu, die Sol- daten für die dringenden Wuhrarbeiten einzuset- zen.284 Dieses sprach sich dezidiert gegen einen Einsatz des Kontingents aus, weil allein durch die Einberufung Kosten entstehen würden und über- dies „der Mann bei dieser Arbeit auch seine Mon- tour zugrunde richten würde".285 Wurde „der Mann" nämlich nicht einberufen, so unterstützte er seine eigene Wirtschaft und an seiner Stelle wurde eine andere Person für die Wiederaufbauarbeit ein- gesetzt, der „lediglich ein sehr geringer Lohn gege- ben" werden musste.286 Trotz oder vielleicht gerade wegen der katastrophalen Situation verliess das Amt den Weg der grösstmöglichen Einsparung von Ausgaben nicht. In dieser für das Land ruinösen Lage kam die Nach- richt vom Bund, dass „in den ersten Tagen des Oktobers eine Bundesmusterung des Scharfschüt- zenzuges in der Garnison Vaduz" stattfinde, even- tuell sogar eine Vereinigung mit dem Bataillon an- befohlen werde.287 Der Bundestagsgesandte v. Holzhausen wurde angewiesen, sich „kräftigst da- hin zu verwenden, dass dem Lande die für heuer bestimmt gewesene Contingent-Inspektion erlassen werde".288 Ungeachtet dieser Intervention teilte der bayerische Generalmajor und Brigadier Wilhelm von Lesuire mit, dass er im Auftrage Bayerns die 174
        

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