Die daneben im Jahre 1857 auch noch errichtete Turnschule belegt, dass der körperlichen Ertüchti- gung im Militär doch recht grosse Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Der Preis von 97 fl. und 49 kr. für diese Turnschule verrät allerdings auch, dass die von Mappierungsadjunkt Adolph Tichy gezeichne- ten Pläne nicht für ein allzu grosses Gebäude ge- dacht gewesen sein konnten.236 Tichy erteilte selbst in seiner Freizeit „in Ermangelung eines andern kundigen Individuums" den Turnunterricht für die Unteroffiziere.237 Das Regierungsamt stellte mit Freude fest, dass „die Fortschritte des turnlustigen Contingents ... wirklich den Bemühungen sehr ent- sprechend" waren.238 Diese Einrichtungen hatten ihren Sinn und Zweck in der körperlichen Ertüchtigung und in der Aneig- nung von Fertigkeiten, die dem Jäger in einem eventuellen Einsatz vor Vorteil sein konnten. Die 
eigentliche Ausbildung des Scharfschützen aber war die Ausbildung an seiner Spezialwaffe, dem Gewehr. EXERZIERPLÄTZE Der erste Exerzierplatz war südlich des Schlosses auf „Stellboden",239 der gleichzeitig auch als Schies- splatz diente. 1840 wurde dieser Exerzierplatz auf- gehoben, da er als Waldkultur für Eichbäume be- stimmt wurde. Als Ersatz wurde dem Militär die hintere Quadretscha nördlich des Schlosses zur Verfügung gestellt.240 Dieses neue Gelände war aber nach Leutnant Blaudek sehr ungeeignet, da es uneben war und zuwenig Platz bot.241 Eine „Schiesshütte" konnte nicht errichtet werden und die nötigen Übungen konnten nur deshalb durchge- Übersichtsplan: Schloss Vaduz, Quadret- scha, Langacker, Stellbö- da, Grossa Weier 168
        

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