QUADERER / MILITÄRGESCHICHTE 1814-1849 AUSRÜSTUNG UND AUSBILDUNG Detailaufnahme der Wild- schen Büchse Detailaufnahme der in Suhl erworbenen Büchse Der Kauf der Wildschen Büchsen im Jahr 1849 wurde vom Kommandanten Rheinberger als eine „unglückliche Wahl" bezeichnet, die damals „in Noth und Eile, ... während das Contingent im Feld stund, ... bezogen wurden".155 Diese Büchsen und deren Munition waren nach Aussage Rheinbergers für die jungen, schwächlichen Leute zu schwer und eigneten sich insbesondere schlecht zum Bajo- nettfechten. Menzinger bekannte, dass diese Wild- schen Büchsen als sogenannte zweite Garnitur ge- führt würden, die „man jeweilig bei Inspizierungen mit schiefem Blike als solche im Friedensstande [habe] hingehen lassen".15'5 Die dritte „Sorte" endlich, die neu erworbenen bayerischen Dornstutzen wurden von Rheinberger als „irrtümlich dem Contingent zugestellt" bezeich- net,157 die wiederum ein ganz anderes Kaliber hat- ten. Sie waren gekauft worden im Zeitpunkt der angeordneten Mobilmachung der Bundestruppen. 
Nach Ansicht Menzingers waren die Umstände im jetzigen Zeitpunkt günstig, die alten Stutzen loszu- werden und „endlich etwas Gleichförmiges und Zweckmässiges zu erhalten".158 Vor allem sollte die Gelegenheit genutzt werden, in aller Ruhe eine Neuanschaffung zu tätigen, um „nicht wieder in die 151) LLA RC 27, Fl, ad 688, RAV an Fürst, 31. Mai 1860. 152) Ebenda, Dl, Nr. 432, RAV an HauptzoUamt Feldkirch, 4. April 1859. 153) Ebenda, Fl, ad 1397, RAV an Fürst, 28. Dez. 1859. 154) Ebenda. 155) Siehe oben Anm. 150. 156) Siehe oben Anm. 153. 157) Siehe oben Anm. 150. 158) Siehe oben Anm. 153. 159
        

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