QUADERER / MILITÄRGESCHICHTE 1814-1849 DAS KONTINGENT IM ALLTAG war, wurde Marxer zu seiner Schwägerin Anna Ma- ria Marxer in Pflege gebracht.334 Für die Pflege- dienste erhielt diese eine tägliche Entschädigung von 45 Kreuzern österreichischer Währung. Kon- tingentskommandant Rheinberger ersuchte den Landesverweser v. Hausen um ein entsprechendes Invalidengehalt ab dem 1. Januar 1861. Es ist in diesem Fall nicht auszumachen, ob diese Rente be- willigt wurde. Neben den erwähnten Vorkommnissen waren auch kleinere Unfälle und Verletzungen des militäri- schen Alltags gegeben, die jedoch nur selten in den Akten erwähnt werden. Das liechtensteinische Militär hatte im 19. Jahrhun- dert keine Verluste an Gefallenen und nur wenige Verletzte zu beklagen. Die Haltung der Verantwort- lichen gegenüber den Verletzten lässt den Schluss zu, dass in konkreten Fällen in den Grenzen der bescheidenen damals gegebenen Möglichkeiten ge- holfen wurde, die grössten Härten zu mildern. 323) Ebenda. 324) Ebenda, o. N., Württemberg. Oberamtmann an OA, 14. Mai 1814. 325) Ebenda, ad 132 pol., OA an Württemberg. Oberamtmann, 18. Juli 1814. 326) Ebenda, C4, Nr. 4885, HKW an OA, 13. Dez. 1815. 327) Ebenda, o. N., OA an Landvogtei Rottenburg. 12. Jan. 1816. 328) Ebenda, Nr. 5385, HKW an OA, 12. Okt. 1816. 329) Siehe Allgäuer, S. 173; Menzinger, S. 49. 330) LLA RC 27, F2, Nr. 159, Kont.-Kommandant an RAV. 28. April 1850. 331) Ebenda. 332) LLA AS 35/1 ff, Verpflegslisten des Militärs, 1850 ff. 333) LLA AS 34/2, Nr. 20, Geschäftstagebuch, Rheinberger an v. Hausen, 5. Mai 1861. 334) Ebenda, Nr. 29, Kont.-Kommandant an RAV, 19. Nov. 1860.
        

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