- 94 - zeiteu ihres Mmnies ihr für den Fall seines Ablebens das Lehen versprochen habe „znm Troste für die Verlornen Kinder." Sie hatte sämtliche 6 Söhne schon als Kinder durch den Tod ver- loren. Anch sie war eine v. Schellenberg nnd Erbtochter gewesen. Aber Kißlegg wurde uicht der Witwe, sondern ihrer Tochter übertragen, der Maria Anna Gräfin v. Wolfegg. Am 20. Juui fand die Hnldignng der Untertanen statt. Die Witwe Maria Anna Renata segnete das Zeitliche am 15. Mai 1715 zn Kißlegg nach langer Krankheit.. Bald daraus, am 5. Juli 1715, verknuste die Besitzerin vvn Kißlegg, Gräfin Maria Anna, im Einverständnisse mit ihrem Manne, solgende elsäßische Besitzungen: ihre adelige Behausung samt Zubehör iu der Stadt Muzig au deu Freiherrn Joses Anton Truchseß von Rheinselden um 3500 fl, ihren Hof und das Majer- gut zu Großweiler bei Muzig au (Ibarles Kalos äe Courier um 3500 sl, uud ihr Gllltgut iu dem Bann zu Pfulgriesen an Joses Ludwig v. Burkenwald um 600 fl. Veseuheim wurde uach dem Tode der Frau M. Renata iu Eid uud Pflicht genommen. Nun da Frau Maria Renata, die Erbtochter des Freiherr» Johann Jakob tot war, 
meldeten sich anch andere Anwärter auf das kißleggsche Lehen. Es waren dies die zwei Söhne jener Barbara v. Schellenberg, die eine Schwester des Johann Jakob und Gemahlin des Hieronymus Friedrich v. Freiberg war. Die Brüder Christoph und Ludwig v. Freiberg machten ihre Rechte ans Kißlegg beim Abte geltend und da dieser aus ihre Präteu- sivueu dem Beschlusse des Ritterschafts-Ausschusses gemäß nicht einging, ließen sie es ans einen Prozeß ankommen. Die Juristen der Neueuburger Universität gaben ein langes nnd gelehrtes Gut- achten ab- Sie hielten dasür, daß diese Streitsache vor das Fendalgericht gehöre, 
sprachen sich jedoch zugunsten der v. Wolf- egg aus. (1717). Darauf rekurrierteu die v. Freiberg au den Kaiser. Nun kam anch der Baron v. Humpiß zn Waltrams. Seine Gemahlin Katharina war die Tochter der Maria, der jüngsten Schwester des Freiherrn Johann Jakob v. Schellenberg, die mit dem Baron Ulrich Albrecht v. Muggenthal verheiratet war. Auch die v. Humpiß zu Waltrams sprachen das Lehen an. Die v. Frei-
        

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