- 88 Kißlegg 100 st, der St. Elogii-Bruderschaft daselbst 150, seineir. silberneu vergoldeten Kelch, vier silberne und vergoldete Meß-- tannchen und Lavor, vier silberne Altarleuchter und den Kommuni- kantenbecher. Dem Spital wurden 100 fl, der Kirche in Rötsee 50 sl samt seinem Ornat und ein silberner uud vergoldeter Kelch- geschenkt, der Skapulierbruderschaft zu Waltershofen 25 fl; dem. Frauenklostcr zu Kißlegg vermachte er seine kleine Orgel, welche- sie aber auf ihr Oratorium zu stellen nnd an den Festen des hl. Franz Tavcr, hl. Antonius und an Portiunkula zn einein musi- kalischen Amt beuützeu sollten. Auch durften sie ohne Erlaubnis- der Freiherren v. Schellenberg die Orgel nicht verkaufe» oder vertauschen. Der St. Annakapelle wurden 40 fl, dem Armenhause 50 sl legiert, sowie 300 sl, woraus 5 armen Knaben der Schul- lohn, Lohn für Unterricht in der Musik uud K.leider zu bestreiken waren. Für die Monstranz in der Pfarrkirche schenkte er eine goldene Kette mit goldenem Zeichen. Der Kanonikus starb am. 3. Mürz 1704 zn Bregenz. Johann Jakob, ein Bruder des Kanonikus, diente über zwei'Jahre als Kornet dem Herzoge von Bayern und zwar unter der Wolserstorfischen und Lerchenfeldischen Kompagnie und nahm am 3. Dezember 1675 seinen Abschied. Er scheint bald daraus' gestorben zu sein, da seiner später nicht mehr Erwähnung geschieht.. Franz Christoph, um 1656 zu Mauersmünster im Elsaß, geboren, war vou 1666 —1669 Alummus im Kollegium ger- maniknm in Rom zugleich mit seinem Vetter Jakob v. Neuenstein zu Osfenburg (1666—1670). Ueber unsern Alummus sagt der Katalog des Kollegiums, daß er sich auf das allerbeste hielt und- durch seine Sittsamkeit, Unschuld und Lauterkeit, sowie durch echte- Frömmigkeit uud genaue Beobachtung der Regel ein seltenes Bei- spiel gab und überdies bei reichen Anlagen und reifem Urteil anch, in den Stndien große Fortschritte machte. Da aber seine Gesund- heit viel zu wüuschen übrig ließ, mußte er vor der Zeit heim- kehren') Seiu Vetter v. Neuenstein trat nach Absolvieruug der römischen Studien in das Stift Kempten ein. Franz Christoph schrieb am 7. Oktober 1678 an den Abt des Stiftes, er möge seineu Vetter ^ Kardinal Sleinhnber, Gesch. d. Kolleg. Germ. 1. Anfl. B. kl, S. 65..
        

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