— 86 — Freiherr Johann Jakob senior kränkelte von 1687 an. Wegen Kränklichkeit entschuldigte 
er sich am 16. Mai desselben JahreS beim neuen Abt von St. Gallen, nicht persönlich zur Investitur erscheinen zu können und bat, in dem neuen Leheubriefe das Erb- recht aus die Lehen anch ans seine weibliche Nachkvmmenschast auszudehnen. Anch sein Schwiegersohn Franz Christoph entschul- digte sich mit ähnlichen Gründen- Freiherr Johann Jakob v. Schellenberg zu Kißlegg, kaiserl. Rat uud Ausschuß der freien schwäbischen Ritterschaft im Allgäu starb am 25. Oktober 1692 ans dem Schlöffe zu Kißlegg im 66. Lebensjahre. Sein Tochter- mann nnd Nefse Franz Christoph teilte dies am folgenden Tage dem Lehenherru, dem Abt von St. Gallen mit. Sein Schwieger- vater sei in hohem Alter, infolge schweren Katarrhs, wohl vor- bereitet gestorben. Ihm nnd seiner Gemahlin, dem einzigen Kinde deS Verstorbenen, gehe der Tod deS guten Vaters sehr zu Herzeu. Er empfahl ihn dem frommen Andenken der Patres am Altare. Die Herrschaft Kißlegg mit Waltershofen uud Rötsee kam nuu an diesen Freiherrn Franz Christoph, der die einzige Tochter nnd Erbin seines Oheims — also sein Geschwisterkind Maria Renata am 6. Jnii 1686 zur Ehe genommen hatte. Am 9. Mai 1693 wurden von der neuen Herrschaft die Reichslehen requiriert und am 29. November wurde der Huldigungsakt in Kißlegg vor- genommen. Ein dem Freiherr» Johann Jakob am 36. April 1657 ge- borener Sohn Ernst Georg, dessen Taufpathe der Fürstabt von Kempten war, starb jung. Noch am 12. Juni 1678 gratulierte er dem neuen Fürstabt vou Kempteu zn seiner Wahl. Dauu - wird er uicht mehr genannt- Wir kommen nun zu der Nachkommenschaft des Friedrich Dionys und der Maria Magdalena v. Neuenstein. Nach dem i. I. 1656 erfolgten frühen Tode des Freiherrn Friedrich Dionys heiratete seine Witwe wieder einen Klöckler v. Münchenstein. Sie starb vor dem 16. April 1698. — Friedrich Dionys hatte 5 Kinder, eine Tochter Helena, die sich mit einem Herrn v. Züzelburg verheiratete und 4 Söhne. Von diesen scheint Dionys als Kind gestorben zn sein; 
wenigstens ist von ihm in keiner Urkunde die Rede. Johauu Friedrich, geb. im De- zember 1652 aus dem Schloß Loryburg bei Mauersmünster im
        

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