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- Im Jahre 1665 kam endlich zwischen dem Freiherrn und dem Klvster St. Gallen, das i- I. 1663 wirklich das Gericht Walters- Hosen in Beschlag nehmen konnte, eine Uebereinkunft zustande. Der Freiherr bezahlte dem Kloster bar 4927 fl, erhielt 1000 fl geschenkt und Waltershofen zurück- (Reg. 1000). Nun trat endlich auch die schwäbische Reichsritterschaft auf den Plan und intervenierte für ihren bedrängten Genossen von Schellenberg. Es wurde von ihnen eine Konferenz uach Raveus- burg anberaumt. Freiherr Johann Jakob hatte unterm 15. Septbr. 1650 bei dem Reichs-Hofkanzleykoncipisten Matthäus v. Blöden ein Kapital von 2523 sl entlehnt und dasselbe versichert aus Güter zu Emel- Hosen, Riebgarteu und Sommersriet. (Reg. 1014). Er hatte sich verpflichtet, diese Güter dem Gläubiger abzutreten, wenn er diese Schuld nicht bis in 10 Jahren abbezahlt haben würde. Da die Zahlungsfrist natürlich ohne Rückzahlung verstrichen war, kamen jetzt die v. Blöden, verlangten Bezahlung und erhielten auch tat- sächlich jene Güter i. I. 1667. (Reg. 1014). Im April des Jahres 1667 wurden die Freiherren wieder mit Kißlegg betehut. Unter dem 8. Dezember nümlich bekannte Freiherr Johann Jakob für sich, seinen Bruder Ernst Heinrich und für die Kinder seines f Bruders Friedrich Diouys, (Franz Christoph, Dionys und Johann Jakob) bei der Tagsatzung am 26. April das kißleggsche Lehen empfangen zu habeu, mit dem Gediug aber, daß, weuu künftig ein Stück von den schellen- bergischen Gläubigern als ein Eigentum angefochten werden sollte, er dann selbst die Sache verfechten nnd ans dem lehenbaren Nutzen die Prvzeßkosten bestreiten und eventuell dafür die Ein- künfte von Waltershofen verpfänden müsse. (Reg. 1004). Wir haben oben erwähnt, daß Hans Christophs Schwester Anna Maria den Hans Dietrich v. Melden zu Laupheim heiratete und daß Hans Christoph ihr das Heiratsgnt schuldig blieb und es nicht einmal verzinste. Nnn schrieb unter dem 3. Jänner 166K der Kaiser Leopold von Wien aus an den Abt Romanus von Kempten uud an den Rat der Stadt Memmingen: Heinrich Ludwig und Franz v. Melden Gebrüder, haben sich bei ihm beklagt gegen ihres mütterlichen Großvaters Gabriel Dionys v. Schellenberg zn Kißlegg hinterlassene sieben Kinder,, darunter
        

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