— 64 — Prügclregeu, welchen der Notar, da er zn Herroth die Auzeigs- Patente anheften wollte, durch drei daselbst ihm auflanernde gräf- liche Diener auszustehen hatte, andererseits beschlossen das da- malige Geschüft." Im 
August 1630 starb eine der Schwestern, Barbara nämlich. Zu der Erbsteiluug erschienen ihre Mutter Elisabeth Freifrau v. Baumgarteu geb. v. Ramschwag, die uuterdesseu schou wieder Witwe geworden war, sodann Hans Christoph uud die Schwestern Anna Maria verehelichte v. Melden, die Jungfrauen Dorothea und Brigitta. Barbaras Vermögen belief sich 
ans 7949 fl 18 kr. Daran schuldete ihr HanS 
Christoph 4319 fl 34 kr, die gesammten Erben schuldeten ihr von einem Gugger'scheu und Steinhauser'schen Erbe (von der Großmutter Brigitta 
herrührend) 3066 sl 29 kr. Ihre Mntter schuldete ihr iu ähnlicher 
Weise 656 fl. Beim Kurfürsten von Bayern hatte sie ein Kapital 
von 2000 sl (den 5. Teil von jenen 10,000 fl, die ihr Vater dem Herzog Wilhelm geliehen hatte und worüber 
am 23. Juni 1586 anch Herzog Ferdinand von Bayern einen Schuldschein ausstellte). Dazu kameu uoch Silber- geschirr uud Kleinode. Am 23. Oktober 1630 tras auch Fräulein Dorothea ihre Heiratsabrede uud zwar mit Johann Barthvl. v. Bnbenhosen zu Wiuzingen. Hans 
Christoph 11. war ein schlechter HauShalter, ein arger Schnldenmachcr und mit ihm begann der finanzielle Rnin der Familie. Seiner Schwester Barbara blieb er ihr Heiratsgut schuldig, uahm die Ziuseu vou ihren Kapitalien ein und behielt sie; seiner Schwester Anna Maria war er im 
Jahre 1631 4505 fl schuldig (Heirats- und ererbtes Gnt). Für die Regalien im Baumgartenschen Teil von Kißlegg hatte 
er 9000 fl erlegen müssen. Nach dem Ableben der Gräfin Maria v. Hohenems, im November 1633 wurde Hans Ulrich durch eine kaiserl. Kommission, an deren Spitze der Fürstabt Willibald von Kemptcn stand, in die Reichslehen nnd Regalien der sog. Baumgartenschen Hälfte von Kißlegg eingeführt. Aber der Erbtruchseß von Waldburg, der diese Herrschaft erbte, wollte diese Uebertragnng der Regalien an einen anderen Herrn durchaus nicht zugeben. Hans Christoph schrieb darüber
        

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