- 48 — dessen glückliche Heimknnst ans dem Kriegszuge; er schicke ihm und seiner Frau Gemahlin drei Fäßchen Wein' znm Präsent, nämlich, ein Fäßlein Negker (Neckar) und zwei Fäßlein mit rotem nud weißem Seewein vom abgelaufenen Jahre; gerue wolle er vou dem besonders guten Trunk anderen mitteilen. Dagegen bat er den Herrn v. Schellenberg nm einige Eichstümme ans dessen Waldungen gegen Bezahlnng. Auch wegen Zinsleuten korrespon- dierte der Prälat mit ihm (Reg. 902). Schon nm 1590 hatte Hans Ulrich sein Testament gemacht, in welchem er den Nesfcn Gabriel Dionys znm Universalerben ein- setzte; i. I. l597 fügte er demselben folgende Erlänternngen bei: 1. Die 690 fl, welche der Testator den Kindern seiner 7 Schwester Jndith verheiratete Hochenkircher und seiner anderen -s Schwester Jakoba verheiratete Viereck vermacht hat. sollen anch an deren Kinder sallen ; angeschlossen ist aber Matthäus Piereck. 2. Die 
100 sl, welche der Testator dem Veit v. Eisenberg geliehen hat, schenkt er den Kindern 
seiner s Nichte Dorothea (Gemahlin des Hans v. Sürgenstein). 3. Den Verkauf der Herrschaft Kißlegg anlangend: Sollte es sich begebe», daß keiner v. Schellenberg diese Herrschaft nm den Anschlag von 60,000 st übernehme» oder behalten wollte, sondern sie verlausen würde, dann soll sie der Kreszenzia v. Frei- berg geb. v Laubenberg') oder ihren Erben männlichen Stammes nm jenen Anschlag ansgcsolgt werden. Wollten diese dieses Adels- gut früher oder später wieder weggeben, so müssen sie es einem von Schellenberg geben, so lange dieser Name noch existiert. Stürbe aber dieser Stamm ganz ans oder wollte keiner aus demselben nnd kein Nachkomme der Kreszenzia v. Freiberg die Herrschaft um jene Summe übernehmen, dann sollen die männlichen Nachkommen der Dorothea v. Sürgenstein das Recht haben, nm dieselbe Snmme die Herrschaft zn übernehmen. Konnten oder wollten aber anch diese sie nicht übernehmen, dann soll die Ritterschast.vom.Gevrgenschild im Hegan sie nm jenen Preis erwerben dnrsen uud im Falle des Wiederverkaufes, soll sie au einen vom Adel, vor allem einen von Schcllenberg oder einem Verwandten im Hegau abgetreten werden. ') Die Kreszenzia v. Lanbenbnig' war eine Enkelin des Ritters t)r. Ulrich i. Schellenberg (Tochter der Elisabeth v. Schellenberg nnd deS Andreas v. Lanbenberg), vermählt init deni Freiherrn Karl v. Freiberg zn Rannan.
        

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