— 44 — Nvch zu Lebzeiten seines Vaters kaufte Haus Ulrich ein Lehen des Klosters St. Gallen, nämlich die „Schmiede zum Dürren" uud deu dritten Teil am Oedenhaus daselbst. Die Aebte genehmigten diesen Kauf, bis i. I. 1586 Abt Joachim dieses Lehen an die Stadt Wangen verkaufte, wogegen die v. Schellenberg vergebens protestierten. Nach dem Tode seines VaterS 1559 erhielt er als Lehenträger mit seinem Brnder Divnys von demselben Kloster daS Kißlegg'sche Lehen. Ebenso wurden sie unter dem 5. Mai 1559 durch Kaiser Ferdinand mit dem Marktrecht, Gericht, Stock und Galgen belehnt samt dem Bann über das Blnt zu richten in ihrem Teil der Herrschast Kißlegg. Auch der folgende Kaiser, Rudolf II. bestätigte ihnen i. I. 1577 das Privilegium kori. Mit dem Abt von Petershausen hatte Hans Ulrich schon im Jahre 1565 vertragsmäßig vereinbart, daß das Patrvnatsrecht der Pfarrpfründe zn Waltershofen dem Kloster zustehe, ebenso der Zehent zu Seehaus gegen jährliche Entrichtung von 30 Eimer Wein au die v. Schellenberg, der Zehent zu Dettishvfeu nnd die Verleihung der Pfrnndgüter zn Waltershofen dem Herr» v. Schellenberg, die Erträguisse aus letzterem aber dem Pfarrer vou Waltershoseu gehören. Der Handel wegen des Zehnten zn Eindürnen scheint am 3. Angnst 1583 seinen endgültigen Abschluß gefunden zn haben. Zwischen Hans Ulrich v. Schellenberg, Jakob Truchseß v. Wäld- burg uud Helena v. Freiberg wnrde ein Vertrag aufgerichtet, wvuach der v. Schellenberg drei zur Kirche gehörige Güter zu Eiudürueuberg uud zwei Güter zu Weiprechts erhielt. Die Herreu v. Schelleuberg mußten aber an die Kirchenfabrik Eindürnen als ewigen Jahreszins entrichten 31 Schäffel Haber und '20 fl an Geld. Hans Ulrich löste diese Schuld i. I. 1584 ab, indem er der Kirche sein Gut zn Sigrazhosen und verschiedene Gülten, ebenso zwei Güter zn Ellerazhofeu, deu Zeheut daselbst uud ein Gut zu Lanzenhofen abtrat, was alles auf 3282 fl 30 geschätzt wurde. Eifersüchtig wachte» die Schelleuberg über ihre Privilegien, besonders bezüglich der Gerichtsbarkeit. Beide Kißleggsche» Herr- schaft?» bäte» z. B. (1557) deu Rat vo» Linda», er möge einen gewissen Michel Merk, welcher eine» ihrer Untertanen beim Land-
        

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