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Pferd 3 Pfg. Zoll zahlen. Hans Ulrich dnrftc aber ohne Bewilligung des Kaisers deu Zoll nicht erhöhen und hatte in An- betracht der großen Kosten eine solche Einnahme sehr nötig. Es gab Kommissionen, Tagsatzungcn aber keine Entscheidung. Hans Ulrich sührte mit dem Freiherr» v. Meersburg i. 
I. 1588 auch vor dem geistlichen Gericht einen Prozeß wegen Ansprüchen ans die Psarreien Kißlegg uud Jmmenriet, ebenso wegen der Kvllatur der durch deu Herrn v. Schellenberg wiederher- gestellten Propstei nnd Pfarrkirche zu Röthsee. Er hatte uümlich i. 
I, 1580 vom Kloster Petershnnsen die P r v 
p stei Röt 
h s e emit allen ihren R echten nnd Gütern für 4000 fl gekauft 
(Reg. 758). Die Freibergsche Hälfte vou Kißlegg giug dann an Hans und Kaspar v. Schönan zum Stein nnd von diesem 
am 5. Juli 1502 durch Kauf 
um 117,500 fl an die Brüder Ernst nnd Ferdinand v. Baum garten über. (Reg. 789). Mit den neuen Nachbarn verglich sich Hans Ulrich im Mai 1593 über viele strittige Punkte: über das Recht der Zapfenwirte, den Krautgarteuzeheut, deu Wegzvll, den Totengräber, dem Gericht zn Waltershvfen, den Gottesdienst zu Kißlegg, die Hochzeitsmäler, Wasser- und Wegrechte, den Kirchhof zu Kißlegg u. a. 
(Reg. 793). Im 
Jahre 1000 beschenkte aber Hans Ulrich das Kammer- gcricht anch mit einer Klage gegen Ferdinand v. Banmgarten wegen Injurien, resp. Störung der Gerichtsbarkeit in der Herr- schaft Kißlegg durch Abreißuug eines Ediktes. )̂ Dazu sand H. Freiherr v. Stotziugen im Archiv zu Bodmau folgende interessante Notiz: Randegg, ?. Nov. Haus v. 
Schellenberg schreibt an Dr, Nikolaus Wahrenbüclcr wegen des Prozesses seines Vetters Hans Ulrich v. Sch.-Kißlegg gegen Freiherrn Fcrd. v. Panmgarten, der das schellenberg. Wappen „zn Hon nnd Spott" der Familie abreißen ließ. Wahreubneler er- bat sich 
vom Verfasser des Schreibens 
einige geschichtliche Daten über die v. Schellenberg, besonders mochte er anführen, daß ein Schcllenberg mit St. Hildegart in das Land gekommen wäre. Hans v. Sch. rät davon ab, da in dem 
von Dr. Wahreubneler erwähnten Buche „vile große lugen mit uuder- inengl" seien, „nemblich von dem großen Rijen," der zu 
Kempten sein Horn geblasen, daS man es zn Bregentz hören mögen." Auch daß das „Thurnier- bnoch anch nitt alls authentisch gelten" dürfe.
        

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