vom 12. Sept. 1565 zu halten und alle verlassenen Handlungen hiuzulegeu." Im Jahre 1570 diente Haus Ulrich unter den Herzogen Lud- wig und Wilhelm von Bayern im Kriege und „führte in dem Lande M Ungarn vor Ofen 4 Pferde unter ihrer Fahne". Unterdessen war, wie es scheint, eine Einigung mit den Hohen- emsern nicht zustande gekommen. Denn unter Datum 25. Aug. 1570 erging von Sveyer aus abermals ein kaiserl. Mandat an den Grafen Gabriel des Inhaltes: Der v. Schellenberg hat geklagt, daß seine Amtleute uud Uutertauen trotz des Kompromisses von dem Grafen beleidigt und tätlich insultiert worden seien; daß er selbst, der Gras, am 8. Augnst mit den Knechten in der Nacht vor die Behausung der v. Schellenberg gezogen, um dieselbe füuf Schüsse getau uud gedroht habe, 
ihn selbst in knrzer Zeit umzu- bringen nnd zu erwürgen. — Bei Strafe von 60 Mark Goldes wird dem Grafen anbefohlen, hinfür den v. Schellenberg und seine Amtleute in Rnhe zn lassen und es bei dem Kompromiß bleiben zu lassen. Nach Reg. 728 verpfändete Graf Gabriel i. I. 1572 seine Hälfte vou Kißlegg au die Stadt Waugeu. Doch lauge kaun diese Verpfändung nicht gedauert habeu. Schon am 4. Mai 1573 klagte HanS Ulrich v. Schellenberg wieder gegen den Grafen Gabriel wegen Beschimpfnngen. Leute «us Tittishofeu hatten einen Kaufvertrag gemacht, der von beiden Herrschaften besiegelt werden sollte. Der v. Schellenberg siegelte; der v. Hohenems aber zerriß den Brief nnd das Siegel des von Schellenberg uud warf alles auf deu Boden. Einige Teile durch- schoß er mit seiner Büchse und befahl, das dem v. Schellenberg zu sagen. Eine kaiserliche Kommission hielt darüber Tag am 1. Juui zu Leutkirch. Der Beklagte erschien aber nicht. Daher ein abermaliges Mahnschreiben des Kammergerichts vom 26. August desselben Jahres. Um diese Zeit scheint Gras Gabriel v. Hohenems gestorben zu sein, da von nun an nurmehr seiue Frau Heleua beklagt wird. Im Jahre 1576 klagte Hans Ulrich v. Schellenberg gegen Fran Gräfin Helena v. Hohenems geb. v. Freiberg wegen Störung im Besitze des halben Fleckens Kißlegg und des daselbst liegenden Spitals durch Einfall und Plünderung in demselben und Ver-
        

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