— 31 — Jmc gewcrt bin, lind daz in min nnz konicn ist. Ich n»d min 
Erben sollen och des vorgenandtcn Ruodolss 
nnd siner Erben 
wer sin nach rechte und Umb alle nßrichtnngt, Umb den Vor genannten Kirchcnjaz, wa 
si sin bcdurfcnt, an gaistlichen Und an weltlichen gerichtcn. Und ha» ün darumb geben Herrn Uolricheu rittcr von» Sax Zc 
aiuem tröstcr llmb all vcrrichtnngc des vor- geschriebenen kirchensazes. Und gebe darumb dem vor gcuauntcn Ruodolf und sinen Erben dijcn bries bcsiglet mitt 
miuem Jnsigell Und mitt Herren Uolrichs Jnsigell vom, Saxc Zc einer offnen warhayt aller der 
vor geschri- benen dinge und gedingc. Ich Herr Uolrich rittcr von Sax vcrzihe och an discm bricf, daz ich bin tröstcr deß vor 
genannten Ruodolss deß ainans Und siner Erben Umb alle Usrichtuuge, Umb den vor gcschribncn kirchensaz, Swa 
si sin bednrffent an gcistl. uud au weltl. gcrichteu Und hau och disen brieff besiglct mit minem Jnsigell Und hau daz gctan dnrch deß vor genannten Herrn Hainrichs v. Schellenberg bette willen. Diss bcschehen Zc Vcldkirch in 
der statt. Und ward dirrc briesf geben, da man Zalte von Christes geburte drn zehen hun- dert jar, dar nach in dem acht zchcnde» jar an Sant Thomas Abende (2V. Dez. 1318). Mit dem Patronat der Psarrkirche von Mcmrcn, das 
auch sein Vater Heinrich I. innc gehabt 
hatte, diirste Heinrich II. wohl den letzten hicrlän- ländischen Besitz veräußert haben; er wird nm diese Zeit, wenn 
nicht schon früher, von seiner Stammburg nach Lcmtraeh an der Jllcr 
weggezogen sein. (S. 
Jahrb. 1907 S. '>8 n. ff.) Im Gegensatze zu meiner 
früheren Ansicht, die ich mit Historikern wie Kaiser, Dicraucr und Krüger teilte, habc ich nun die Ueberzeugung ge- wonnen, daß die Herrschaft Schcllenberg 
von Ansang an, abgesehen von einem unbedeutenden 
Gebictsvcrluste jenseits des RhcineS, die gleiche Aus- dehnung gehabt hat, 
wic später, als sie im Besitze der Grasen von Vadnz war. Das hoheuemsische Urbar gibt die südliche Grenze dieser Herrschaft so nn: „Die 
Land-Marken sangt an am 
Rhein ans Schaancr Riet, durch welches ein großcr Fried-Graben bis an Berg geht, alda unter dem Schwab-Bruuueu au der Laudstraß ein großer Markstein 
stehet, so Vaduz und Schcllenberg von cinandcr scheidet." Gegen die 
Herrschaft Tasters ging die Grenze über den Gandcnstein hinab in den alten Badbrnnncn, in den Hafenbach nnd in die Spürs, von da in dic Wicnau uud in den Rhein. Anch über dem Rhein gehörte noch einiges Gebiet zu Schcllenberg (Urk. im Archiv Bcndcrn 
von 1488). Allerdings besaßen die Grafen von Moutfort-Fcldtirch und die von Werdcnberg-Sargans-Vadnz im Gebiete der Herrschaft 
Schellenberg so viele Güter nnd Leute, daß deren Wert dein des 
schellcnbcrgischen Besitzes min- destens gleich kam. Beide Teile hatten eigene Ammänner daselbst. Anch stand den Herren von 
Vadnz, später wenigstens, die Höhcrc Gerichtsbarkeit- über den ganzen Eschnerbcrg zn. Aber es 
wäre sicher den Herren von Va- duz uic eingefallen, ein Stück von ihrer Grafschaft abzutrennen nnd znr Herrschaft Schellenberg zn schlagen, 
nachdem sie Besitzer des 
ganzen Eschner- bcrges geworden waren. 
Wir lesen auch nirgends eine Andcntnug davon,
        

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