Kaiser') nimmt an, daß das Magia der Peutingerschen Tasel wohl in der Gegend von Mels bei Balzers zn suchen sei. Die gleiche Ansicht vertritt auch unser Vereinsmitglied Kanonikus J.B.Büchel/) Als sicher nimmt Büchel an, daß auf dem Hügel von Gutenberg, wo schon wiederholt römische Münzen gefunden wurden, eine römische Warte gestanden habe. Die Distanz von Curia bis Magia (nach der Peutingerschen Tafel 16 römische Meilen ^ ea. 23 Kilometer) nnd ebenso die Distanz Clunia— Magia (18 römische Meilen ^ 26.6 Kilometer) würden für Mels-Balzers sprechen. Die effek- tive Entfernung von Brederis (Clnnia) bis Mels macht ea. 26 Kilometer ans und die Entfernung von Cnria bis Mels dürste mit ca. 23 Kilometer auch annähernd stimmen. Die Ansichten, wohin Magia zn versetzen ist, gehen demnach auseinander und bedürfen noch weiterer Klärung. Allerdings ist dies bei der so oft konstatierten Ungenauigkeit derJtinerarien schwierig. Großes Aussehen erregte im Jahre 1887 der Fund von 2 römischen Helmen im Walde oberhalb Schaan, Fig.X. Nach der Schilderung, welche Samuel Jenny im XXVI. Jahres- berichte des Vorarlberger MuseumSvereins (1887) ̂) entwirst, nnter- scheiden sich die beiden Helme nicht voneinander mit Ausnahme, daß an dem einen ein Backenstück fehlt und die Nietnägel zer- stört sind- Die Erhaltuug der Helme ist eine selten vorzügliche. Sie zeigen die gewöhnliche Form, wie sie römische Soldaten trugen: eine halbkugelförmige glatte Haube, an welcher ein Stirnreif an- genietet ist und welche nach hinten in einen breiten Nackenschutz auslaust. Die Backenstücke sind sehr breit und in doppeltem Bogen ausgeschnitten. Den Wert der Helme erhöhen die darauf befind- lichen Inschriften ihrer ehemalige» Besitzer: 1̂. l/uvislius und X. 
?dpmiiu8. Die Helme dürsten aus dem Anfange der Kaiserzeit stammen. „Außerordentliche Seltenheit, Schönheit und lehrreiche Parallelen zu den in österreichischen Ländern gefundenen Objekten machen diesen Fund hochwichtig.")̂ Leider wanderten beide Fnnd- stncke ins Ausland. Ein Helm ziert als eines der wertvollsten archaeologischen Stücke das Vorarlberger Landesmnsenm. l. c. S. 0. 2) II. Jahrbuch des histor, Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, S. Z0. ') S. 
48 s.
        

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