- 17 — Landstraße ist, führte die römische Straße vorbei. Das Kastell steht auf keiner dominierenden Anhöhe, auch nicht am Eingange eines Engpasses, weshalb Keller meint, daß die Wahl desselben für eine Festnng aus deu Verhältnissen des Terrains sich nicht leicht erklären läßt. Entweder füllt nach seiner Ansicht die Er- bauung des Kastells iu eine spätere Zeit und es gehört in die Reihe der Anstalten, die den nach den Gebirgspässen vordringenden Ale- mannen einen Damm entgegenzusetzen bestimmt waren, oder es bildete, weuu seine Errichtung in der früheren Zeit stattfand, gleich A<1 
?ins8 und Vituclurriin. eine Etappe, eine wehrhafte Mansio, die sich in einem gewissen Abstände von den anderen an dieser Straße angelegten Stationen befunden haben muß. Ferdin. Keller hält bei letzterer Annahme daS Kastell für die auf der Peutinger- schen Tafel angegebene Station Magia. Auf dieser sei nämlich die Entfcrunng von Brigantium bis Clunia zu 17, vou diesem Orte bis Magia zu 18 und von hier bis Curia zu 16, mithin von Bri- gantium bis Curin zu öl Meilen angesetzt. Nnn betrage aber die wirkliche Länge der Straße, die Biegungen derselben mitgerechnet, zwischen diesen beiden Punkten nicht öl, sondern 56 römische Meilen ') und es sei demnach eine der Distnnzangaben zwischen den Stationen falsch. Zähle man von Brigantium her, so falle Clunia in die Gegend von Götzis und Magia in diejenige von Schaan; rechne man aber von Curia an, so reichen die 16 Meilen für die Entfernung bis Magia etwa 4 Meilen bis jenseits Maienfeld,^) für die Entfernung bis Clunia (16 und 18) etwa 4 Meilen, jen- seits Schaan. Es bleibe also immerhin eine Lücke von mehreren Meilen übrig. Trotz dieser angeführten Schwierigkeiten halte er Schaan unbedingt für das alte Magia. Zu dieser Annahme ermuntere geführte Untersuchung. Die Anzeige von Gräbern macht die Grabung in Bezug aus Funde nicht aussichtslos uud wurde ich im Bericht eines Augen- zeugen, der nun verstorben, nicht getäuscht, so wären nicht nur römische, sondern auch germanische Fuude zu erwarten. Die Ostmancr des Kastells läßt sich heute noch in einer auffallenden Bodenerhebung von der St. Pcters- kirche nach dem Baumgarten des Bauers Hilti hin crtcunen nnd von der Zisterne a behauptet derselbe mit aller Sicherheit, daß sie in feinem Stadel gleich unter dem Holzboden zn finden sei." >) Eine römische Meile (1000 Schritt zu je 5 röm. Fnß) 1472,5 u>. Keller nahm die röm. Meile nach Hultsch (Metrologie 1862) zn 1478,7 m an. 2) Das würde der Gegend bei Balzers beziv. Mels entsprechen.
        

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