— 11 — für eine Befestigung der Bronzezeit/) Die Form des Gnpfenbüls ist tatsächlich ausfallend. Ganz eben abgeschnitten erscheint die Hohe als eine ovale Fläche von einer steilen Böschung getragen, die wie ein Wall aussieht. Die obere Fläche besteht ans 2 Teilen, wovon der größere ea. 30 m Länge nnd ea. 20 m Breite hat und durch einen querlaufenden 1 >n hohen Absturz vou dem tiefer gelegenen Teile, der ea. 17 m Durchmesser hat, getrennt ist. Kaiser hält dies in seiner Geschichte des Fürstentums Liechtensteins für den Ort, wo nach alter Sage die Beste Eschinerberg gestanden haben soll. Nach der alten 
Volkssage soll hier ein grimmer Zwingherr gehaust haben, vor dem weder Eigentum noch Unschuld sicher waren. Die Männer töteten daher den Zwingherrn und brachen die Burg. Die vou Douglaß vorgenommene Untersuchung, welche allerdings nach seiner eigenen Schilderung mir in ober- flächlichen Stichproben bestand, ließ uirgends eine Spur vou Ge- mäuer erkennen. Er vermntet, daß die ganze Anlage eine sehr alte primitive Befestigung und daher wohl keltischen oder rätischen Ursprungs sei. Um eine römische oder mittelalterliche Befestigung könue es sich uicht handeln. Bei den Ausgrabungen kamen in der Nähe des Wallrandes eine Bronzenadel von 7 om Länge uud eiu in Rohrform zu- sammengedrücktes Bronzeblech von 11 om Länge znm Vorschein. Die Bronzenadel (eine Fibelnadel mit Spirale) befindet sich im Vorarlberger Landesmuseum-̂) Wenige hundert Schritte hinter dem Gupfenbül iumitteu des Dorfes wurde ein Bronzeschwert, Fig. VII., iu drei Stücke zerschlagen aufgefunden. Dasselbe hat eine Länge von 60 und eine Klingenbreite von 4 0n>, uud ge- hört der jüngeren Bronzezeit an. Es befindet sich ebenfalls im Vvrarlberger Landesmusenm/) Ein anderes sehr schönes Stück, das auch der jüngeren Bronze- zeit angehört, wurde in Nendeln gesunden. Es ist das ein ') Vergl. auch die Arbeit von S. Jenny: Zeitalter der Bronze in Vor- arlberg und Liechtenstein im XVI, Rechenschasrsbcrichte 1875/76 des Vorarlb. Museumsvereins S. 12 ss. -) S. 163. )̂ Dieselbe ist im Katalog der praehisrorijchcn Sammlung sul> Nr. 8 in die mittlere La Töne-Zeit eingereiht. )̂ Im Katalog der praehistor. Sammlung end Nr. 3V.
        

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