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- Fast sämtliche Funde wurden zn einer Zeit gemacht, wo unser historisier Verein noch nicht bestand und wo bei uns das Interesse und das Verständnis für archaeologische Sachen noch nicht wach- gernsen war. Es ist daher auch verständlich, daß die meisten Fnndstücke ins Ausland wanderten. Das Vorarlbergs Landes- museum in Bregenz birgt den Großteil derselben. Anschließend sind auf 2 Tafelu die hauptsächlichsten iu dieser Arbeit erwähnten archacvlvgischen Fnnde auch durch Illustrationen ersichtlich gemacht. Bezüglich der römischen Villa in Nendeln sei ans die seinerzeit im Hl. Jahrbuche des historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein reproduzierten Illustrationen verwiesen. ?. prÄeimtsmcde 7uiM.') Als der jüngeren Steinzeit angehörend kann daS im Jahre 1902 nn der Berglehne oberhalb Schaan aufgefundene Steinbeil, angesprochen werden.') Das interessante Fundstnck wurde von der fürstl. Regierung für die Sammlung liechtensteinischer Altertümer erworben. Ans dem benachbarten Kanton Granbünden sind bis jetzt mehrere steinzeitliche Funde bekannt geworden- Zwei Stein- beile von der Luzieustcig und Jenins, ein Steinhammer von See- wis und mehrere steinzeitliche Funde im Domleschg und iu Andeer.. Ob jedoch zur Steinzeit unser Land und das benachbarte Grou- i) Die ersten Werkzeuge und Waffen, deren sich der Mensch bediente, waren aus Holz, Knochen und Stein, daher der Name Steinzeit: und zwar eine ältere palaeolithische und eine jüngere neolithifchc Periode (bis cnva um das Jahr 1500 vor Chr.), welche sich durch verschieden geartete Kultur tennzcichnen. Dann folgte die Metallzeit: Bronze und Eisen. Zu- nächst kam die Bronze, eine Mischung von Kupfer und Zinn, ohne jedoch die Werkzeuge aus Stein, die weniger kostspielig waren, vollständig zu ver- drängen. Der Beginn der Bronzezeit ist um das Jahr 1500 v. Chr. anzu- setzen, das Ende derselben (wenigstens in der Schweiz und in unserer Gegend) etwa mit dem Jahre 600 v. Chr. Endlich folgte die Eisenzeit, iu welcher die Nölker statt Stein und Bronze Eifcu verwendeten. Die ältere Eisenzeit nennt man nach der Gegend ihrer höchsten Blüte in Mitteleuropa, iu Hall- statt die Halbstattperiode, die jüngere Eisenzeit wird nach der am Neueu- burger See gelegenen Pfnhlbaustation La Tüne-Pcr iode genannt. Letztere beginnt etwa um 400 v. Chr. und ihre Kultur ist die Kultur der Kelten. -) Vergl. die nähere Beschreibung hierüber im V Jahrbuch des histor. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 1905, S, 221.
        

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