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- meinde Schaan zu Erbleheu Hütten. Eine andere Genossenschaft hatte vom Landesherrn die Alpen Guschg und Guschgfiel zu Erb- lehen u. f. w. (S. Jahrb. II S. 121 u. ff. 160, 162 ff, 174, 185 ff). Jeder Genosse besaß Haus uud Hos als Eigentum und erwarb sich nach uud uach durch Kauf Eigengüter. Von deu Lehengütern entrichteten die Genossen den jährlichen Lehenzins, später auch deu sogen. Ehrschatz, so z. B. die von Mulbun 8 Pfd. Pfg. an die Pfarrkirche zu Schaan, die von Garselli 1 Pfd. Pfg an die Pfarrpfründe zn Grabs, die von Guschg 17 Schilling Pfg. in den gräslichen Hof zu Eschen. Von 1400 an mußten die Walliser auch Ehrschatz zahlen. So 1403 für die Alpe Drasgimiel den Triesnern 1 Pfd. Pfg. Lehenzins und 6 Pfd. Pfg. Ehrschatz. 1406 von Schädlers Boden 1 Psd. Pfg. Lehenzins uud 35 Pfd. Pfg. Ehrschatz. Weuu der Jahreszius nicht ans den bestimmten Tag bezahlt ward, fiel das Lehengut am folgenden Tage wieder an den Lehenherrn zurück. Dagegen hatten die Walliser, wie andere Erblehenleute, das Recht, ihre Lehen- güter zu vertanschen, zu verkaufen, zu versetzen, jedoch mit Vor- behalt des Eigentumsrechtes des Lehenherrn. An die Pfarrkirche zu Triesen hatten jene Walliser am Triesnerberg, die in die Pfarrei Triesen gehörten (und dies war der größere Teil), das für das ewige Licht nötige Schmalz zu liefern, als kleine Anerkennung dafür, daß sie ohne weitere Ent- schädigung in die Pfarrei aufgeuommeu wurden. Ebenso hatten sie, wie die alten Parochianen zu den fortlaufenden Auslagen ihren Teil beizutragen. Dasselbe hatten die übrigen Walliser am Triesnerberg au die Pfarrkirche von Schaan zu leiste«. Auch die in Triesen ansässigen Walliser waren zu Aufang des 15. Jahrhunderts noch nicht mit den allen Gemeindeinsassen gleichberechtiget. Sie waren noch nicht Glieder der Genossen- schaften. Als darum am 6. Dezbr. 1403 die Triesner an einen Walliser am Triesnerberg ihr Aelple Drasgimiel als Erblehen Hingaben, nannten sie sich, offenbar im Gegensatz zu den Einge- wanderten, „die vou alter da gewesen, seßhaft und wohnhaft sind." Die Walliser waren auch zum Kriegsdienst verpflichtet, was für die Landesherren wiederum Vorteile brachte. „Item') auch ist Hoppelcr l. c. S. 4Z.
        

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