— 106 
- also aus Wallis. Die Röttiuer waren ebeusalls in Triesen seßhaft wie eine Urknnde von 1474 beweist, in welcher eine Wiese iir Gagöllen erwähnt wird, die „an der Rötiner Gutt vvn Triesen" stößt. Das Geschlecht der Aier kommt tatsächlich heute noch iu mehreren Ortschaften des Oberwallis vor.̂) Da also Aier Leheumcmn des Klosters Weingarten aus desseu Gütern in Triefen war uud zwar vor dem August 1278, damals schou in Triesen ansässig war, muß er vor dieser Zeit eingewandert sein. Die Ankunft der Walliser in der Pfarrei Triesen geschah also vor 1278. Als die älteste Walliseranlage in Rätien wird die im hintern Rheinwald (Graubünden) augenommen.' Sie erfolgte bald nach 1250, wie aus einer Urkunde von 1277 hervorgeht.̂) Die Einwanderung in die Grafschaft Sargans, in welche damals auch Vaduz gehörte, geschah also unter deu Grasen Hart- mann I. oder Rudolf I. von Sargans, lange bevor Vaduz von Sargans getrennt ward. Die Grafen haben die Besiedlung ihres Gebietes in den zum Teil menschenleeren Bergtülern und Berg- haldeu durch diese zur Alpwirtschaft vorzüglich geeigneten Kolonisten gerue zugelassen. Ja, wenn man die Ausnahmestellung, deren sich diese Ansiedler zu erfreuen hatten, in Betracht zieht, kommt man auf die Vermutung, daß diese Ansiedlung durch die Landes- herren geradezu veranlaßt worden ist, nachdem die Walliser durch innere Verhältnisse zum Verlassen ihrer Heimat gedrängt wurde». Jene Walliser, die in den Dörfern im Tale, also in Triesen, Balzers, Vadnz und Schaan, sich niederließen, werden sich im Lanse der Zeit in die Genossamen eingekauft haben. Sie über- nahmen zuerst Erbleheugüter nach deu den Wallisern eigenen Lehcugewohuheiten, nnd nach und nach erwarben sie Güter als Eigentum. Die Walliser am Triesuerberg bildeteu mehrere Genossen- schaften. So hieß z. B- eine dieser Genossenschaften „Die Wal- liser in Malbun", weil diese Genossen das Malbun von der Ge- ') Dr. Rob. Hoppcler, Untersuchungen zur Walsersroge S. 26. Auch eine Familie Wirt war hierher eingewandert. Ein Nikolaus Wirt ans Triesen erschien noch nrmo 1391 in Oberwallis, was beweist, daß die hiesigen Walliser immer noch mit der alten Heimat verkehrten. Das. S. 27. )̂ I)r. R. Hoppelcr loo, eit, S. 25.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.