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- Am 4. August 1278 aber bestätigte Papst Nikolaus III. dem Kloster seine Besitzungen. In der betreffenden Urkunde sind diese Besitzungen einzeln aufgezählt. Von Gütern in Malans uud in Triesen ist aber da keine Rede mehr; also hatte Wein- garten am 4. Angnst 1278 daselbst keine Güter mehr und muß jener Codex vor diesem Tage geschrieben worden sein. Tatsächlich sindcn wir auch von da an weingartische Besitzungen hier niemals mehr erwähnt. Wahrscheinlich sind sie (durch Tausch?) nn Pfäfers oder St. Luzi gekommen. Vvn den Flnrnamen, die der Codex enthält, kommen einige (Rusiua, Frassa, Kasal, Sax, beim Kreuz, Quadrella, Quadrat (Quadra) auch später vor. Quadralle uud Quadrella dürften identisch sein, Galamatelle (sosern richtig gelesen worden?) das spätere „Resch Martiell" sein. Ein Peladin ist hier unbekannt, ebenso Gafgair, Munturf und Prade. Vielleicht lagen diese 4 Flnren auf dem Gebiete von Balzers. Prade wenigstens konnte die Pratwiesen bedeuten. Das Kloster St. Lnzi hatte im 15. Jahrhundert Güter iu Rnsina, beim Krenz, in Frasseu. iu Quadrellen, in Resch Martiell, iu Gurf (Munturf?) n. a. Ein Gut hieß „Sntt uud Jo." Viel- leicht das oben erwähnte „wi bit«?? Wer der zuerst genannte Lehenmaun Nudolsus war, läßt sich nicht ermitteln, weil keine Anhaltspunkte gegeben sind. Er wird nicht vom Adel gewesen sein, und keine besondere Stellung eingenommen haben, sonst wäre das wohl erwähnt worden, wie beim Ritter Ulrich. Dieser Herr Ritter Ulrich war ohne Zweisel Ritter Ulrich v. Triesen. (Siehe Gesch. v. Triesen, Jahr- buch ll S. 136). Er erscheint in den Urkunden von 1273 an. Endlich ist als Lehenmann des Klosters anch genannt ein Aier. Dieser Aier nun war ei» c i »gewanderter Walliser. Es geht dies aus einer Urkunde vom 11. Nov. 1300 hervor. Durch dieselbe übergab das Kloster St. Luzi iu Chur seine Güter zu Pmdella uud Silva plaua (beide im Gebiete von Triesen gelegen) zu Lehen dem Walther vvn Wallis genannt Röttiuer und dem Johann von Wallis geuaunt Aier und ihren Frauen und Kindern und allen ihren Erben nach der Gewohnheit, wie die Walliser in Davos ihre Lehen innehaben (Mohr. Cod. dipl. Il Nr. 97). Die Aier und Röttiuer waren
        

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