- 97 — letzten Lebensjahre jenes Konrad nichts. Ich fand über ihn im Staatsarchiv zn Stuttgart einen eigenen Faszikel, der viele tolle Streiche des Konrad enthält. Schließlich trat er in bayrische Dienste. Ob er dann in die Schweiz kam?? Auch das vbeu erwähnte Lexikon von Leu spricht von den Schellenberg oder Schällenberg als einem ausgestorbenen Geschlecht der Stadt Zürich, aus dem er speziell einen Hans Schellen- berg als Mitglied des Großen Rates, einen Hans Jakob als Landvogt von Mendrisio nennt. Der letzte des Geschlechts sei 1741 gestorben. Berühmt geworden ist ein Hans Jakob Schellenberg gebürtig ans Richterswil.') Er zeichnete sich in französischen Diensten aus, erhielt 1682 das Bürgerrecht der Stadt Zürich, wurde 1696 Obrist, 1694 Brigadier, zeichnete sich 1692 bei der Belagerung vvn Namur, 1693 bei Neerwinden, von 1694—1697 in Kata- lonien aus, wo er die Belagerung von Barcelona mitmachte, trat dann in bayrische Dienste über, wurde General-Feldmarschall- Lentncmt und starb zu Wien um 1706. Dieser, sowie die vorigen Schellenberg gehörten dem Bürgerstande an. Ob uud wie sie vom adeligen Geschlechte v. Schellenberg abstammten, vermag ich nicht zn sagen. Schon i. I. 1492 lieh der Abt Martinus von Rheinau einem Hans Schellenberg als Vertreter seiner Frau Els Brächteriu eiue Mühle zu Jslikou, die Haus Bracht, ihr voriger Mann, vom Kloster vorher zu Leheu gehabt hattet) Also gab es schon im 15. Jahrhundert bürgerliche Schelleuberg daselbst. Im Jahre 1520 kam Hans v. Schellenberg-Hüfingen durch seine Gemahlin Klara v. Randegg in den Besitz jener Lehengüter des Klosters Rheinau im Kanton Zürich, welche bis dahin die' v. Randegg gehabt hatten: zu Truttikon, Trüllikon, Örlingen, Klein-Andelfingen u. s. w. Im Jahre 1538 folgten des Hans v. Schellenberg Kinder im Besitz bis 1556d) Hans v. Schellenberg und Klara v. Randegg hatten 12 Kinder, darunter die Söhne Kvnrad, Gebhart, Bertold und Hans. Von den beiden letzt- ') Leu, Allgcm. Helvet. Eidgeu. Lexikon XVI. S. 285. -) Gabclkover. A. Waldburger, der Bezirk Audelfiugeu zur Zeit der Reformation im Zürcher Tafchenbuch 1908 auf S. 240.
        

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