Eine Seite aus dem Praxis- journal I von Dr. Karl Schädler mit Hinweis auf eine Taufspritze Ausschnitt aus dem Praxis- journal II von Dr. Karl Schädler mit Anführung zweier Zangengeburten (Seite 51) zirkulieren liess, doch damit wollte es nie recht klappen. Karl Schädler gehörte zu jenen Ärzten, die den Verweis erhielten, dass sie «die coursierenden Journalsendungen zu lange bei sich behielten, überhaupt die Circulation derselben höchst unor- dentlich und rücksichtslos betrieben»197. Karl Schädler scheint sich in der Graubündner Ärztege- sellschaft nie recht wohlgefühlt zu haben und trat 1838 erneut aus der Gesellschaft aus. NACHFOLGE DES VATERS Im Verlaufe des Jahres 1837 verschlimmerte sich beim Vater Gebhard Schädler ein altes Lungenlei- den so sehr, dass er - wie er meinte nur vorüberge- hend - seinen Sohn Karl um Mithilfe in der Praxis bitten musste. Doch die zunächst eingetretene Besserung hielt nicht an und die Mitarbeit des Sohnes wurde zum Dauerzustand. Dies führte na- türlich auch zur Auflösung der Praxis in Ems, wo Karl seit 1830 gewirkt hatte. Nach der Resignation seines Vaters im Sommer 1842 suchte Karl sogleich um die Übertragung des 
«Landschaftsarztensdienstes» an. Das Gesuch wur- de dem Fürsten Alois II. anlässlich seines Besuches im Land anfangs August 1842 persönlich «unter- legt», jedoch vom Fürsten wurde nur «eine Substi- tuierung des Vaters durch den Sohn gegen Remune- rirung des Letzteren durch den Ersteren» ver- fügt.198 Auch eine fürstliche Anerkennung blieb nicht aus. «Aus Rücksicht für die Verdienste des Vaters und die dermalige Verwendung des Sohnes» wurde jedem von ihnen aus den fürstlichen Renten ein Klafter hartes und zwei Klafter weiches Holz bewilligt. Menzinger bittet jetzt im Jahre 1842 den Fürsten, «da der ältere Arzt Dr. Grass nicht um die Land- schaftsarztensstelle competiren wird und S.D. durch die einstweilige Substituirung des Dr. Karl Schädler ihn gleichsam schon als Nachfolger des Verstorbenen zu bezeichnen geruht haben . . . nunmehr die definitive Anstellung huldvollst auszu- sprechen.» Diese definitive Übertragung des Lan- desphysikats an Dr. Karl Schädler erfolgte dann im Jahre 1844.199 Ausser Schädler hatten sich noch Dr. Hannibal Schlegel in Vaduz und Dr. Mathäus Kaufmann aus 50
        

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