Doktordiplom der Universi- tät Erlangen für Karl Schädler vom 23. Januar 1830 
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Es war damals üblich, dem eigentlichen Medizin- studium an der Hochschule einige Semester einer allgemein humanistischen Wissensvermittlung vor- ausgehen zu lassen.166 Dieses sog. «Philosophi- cum» wurde dem eigentlichen Fachstudium wohl auch deshalb vorangestellt, weil die Studenten beim Verlassen des Gymnasiums meist noch sehr jung waren. So hörte auch Karl Schädler in den ersten zwei Jahren an der Wiener Universität die Fächer Religi- onsphilosophie, Psychologie, Logik und Metaphy- sik, Moralphilosophie, elementare und angewandte Mathematik, Physik, griechische Literatur und durch die ganzen vier Semester Universalgeschich- te.167 46
        

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