HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 1989 Zusammenhang mussten vielfältige Planungs- und Vorbereitungsarbeiten geleistet werden. Mit dem Bezug der neuen adäquat eingerichteten Räumlich- keiten werden die Arbeits- und Lagerungsbedingun- gen entscheidend verbessert. Das Gewerbehaus kann allerdings die Normen des Kulturgüterschut- zes nicht erfüllen. Das Postulat entsprechender Schutzräume bleibt nach wie vor unerfüllt. LIECHTENSTEINER NAMENBUCH Für das Projekt «Liechtensteiner Namenbuch» stand 1989 ein Landeskredit von Fr. 250000.- zur Verfügung. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Hans Stricker arbeiteten Herr lic. phil. Lorenz Jehle in fester Teilzeitanstellung, die Herren Anton Banzer, Claudius Gurt, Herbert Hübe und Mathias Ospelt unregelmässig im Stun- denlohn am Namenbuch. Für die Gemeinde Mauren wurden Tonbandaufnah- men betreffend die Aussprache der Namen erstellt. Herr Claudius Ott führte die Archivaufnahmen fort. Bearbeitet wurden die Bestände der Pfarrarchive Eschen, Mauren und Schaan sowie die alten Ge- richtsprotokolle des Landesarchivs. Die Flurnamenkarte samt Begleitheft für Planken konnte am 27. Oktober 1989 der Öffentlichkeit in einer kleinen Feier vorgestellt werden. Die Vorar- beiten für die Flurnamenkarte von Vaduz und Mauren wurden weitgehend abgeschlossen, offene Fragen mit den Gemeindekommissionen und Ge- währsleuten geklärt und die Namenlisten bereinigt. Als letzte der Gemeinden des Landes wird nun auch Gamprin an die Reihe kommen. Die bereits gespei- cherten Daten zur Gampriner Flurnamenkarte wur- den einer Korrektur unterworfen. Die volksetymologische Befragung konnte im Be- richtsjahr nicht fortgeführt werden. Die Software für die anfangs Jahr in Betrieb genommene neue EDV-Anlage wurde ständig wei- terentwickelt, und die Struktur des künftigen Na- menbuchs in die entsprechenden Programme um- gesetzt. 
Bei der Vorbereitung der Neuausgabe der Über- sichtspläne 1:10000 wirkte das Namenbuch in Nomenklaturfragen beratend und vermittelnd mit. LIECHTENSTEINER URKUNDENRUCH Mit Band 5 des Urkundenbuchs, der die Quellen zur liechtensteinischen Geschichte (bis 1416) aus deut- schen Archiven erfasst, ist im Berichtsjahr ein weiterer umfangreicher Abschnitt dieses For- schungsprojekts vollendet worden. Das umfangrei- che Urkundenmaterial, das der Bearbeiter, Herr Prof. Dr. Benedikt Bilgeri, in jahrelangem unermüd- lichem Einsatz ausgeforscht hat, wird auf zwei Halbbände verteilt im Frühsommer 1990 als Son- derpublikation vorliegen. Dr. Bilgeri hat für Band 6, den letzten des ersten Teils des Urkundenbuchs, bereits wesentliche Vorarbeiten geleistet und meh- rere Schweizer Archive besucht. VORARLRERGER SPRACHATLAS 1989 wurde die 6. und letzte Lieferung des ersten Bandes des «Vorarlberger Sprachatlas mit Ein- schluss des Fürstentums Liechtenstein, Westtirols und des Allgäus» von Herrn Prof. Dr. Eugen Gabriel, Freiburg i.Br., bearbeitet. Vorbereitet wurde auch die Herausgabe des 4. Bandes, der ebenfalls 6 Liefe- rungen umfasst. HISTORISCHES LEXIKON FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN Nachdem Regierung und Landtag Ende 1988 das Lexikonprojekt genehmigt und einen entsprechen- den Kredit bewilligt hatten, ging es 1989 darum, die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzun- gen zu schaffen. Die Stelle eines Chefredaktors des «Historischen Lexikons für das Fürstentum Liech- tenstein» wurde vom Vereinsvorstand mit Herrn lic. phil. Arthur Brunhart besetzt. Er trat seine Stelle am 1. April 1989 an und absolvierte zunächst ein 227
        

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