«EIDGENOSSEN HELFT EUERN BRÜDERN IN DER NOT!» REZENSION Schlussbefürworter und die Hintergründe ihres Scheiterns. Dr. Heribert Küng berichtet in seinem Artikel «Schweizer Militärstrategien und Vorarlberg 1918— 1939» (S. 85-94) über die militärgeographische Bedeutung Vorarlbergs für die Schweizerische Eid- genossenschaft, auch im Hinblick auf das Jahr 1938. Der Beitrag von Dr. Peter Geiger «Die liechten- steinische Presse und Vorarlbergs Anschlussbestre- bungen» (S. 95-114) beleuchtet die Interpretation der Rolle der Vorarlberger Frage aus der Sicht der beiden politischen Richtungen in Liechtenstein. Lic. phil. Roland Hilti berichtet in seiner Arbeit «Die Loslösung Liechtensteins von Österreich und der Zollvertrag mit der Schweiz 1923» (S. 115-122) über die Problematik der Kehrtwendung Liech- tensteins von Österreich zur Schweiz hin. Das von Dr. Felix Ermacora behandelte Thema «Separatismus contra Föderalismus. Widersprüche der Vorarlberger Anschlussbewegung» (S. 123- 133) stellt die Auseinandersetzungen im Zusam- menhang mit der Neuordnung Österreichs und der Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes in Vorarl- berg vor. Willi Rupp zeigt in seiner Arbeit «Die bolschewisti- sche Räterepublik Lindau und Reaktionen in Vorarl- berg» (S. 135-145), wie sich auch Vorarlberg nach dem Ersten Weltkrieg auf der Suche nach einer politischen Identität befand. Dr. Gerhard Wanners Beitrag « und seine Förderer» (S. 179-190) behandelt die Argumentation gegen den Schweizer Anschluss Vorarlbergs und die Rolle des Schwabenkapitels als Gegner dieses Anschlusses sowie als treibende Kraft für den Eintritt in das Deutsche Reich. Werner Dobras behandelt in seinem Artikel «Be- strebungen zum Anschluss Vorarlbergs an Würt- temberg und Bayern» (S. 191-203) den «Traum vom schwäbischen Staat» im württembergisch- bayerischen Raum und die Reaktionen darauf in Vorarlberg. Die 16 Beiträge stellen insgesamt eine sehr breite Palette von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärstrategischen Problemen vor, die 1918- 1922 im Raum Bodensee-Rheintal, vor allem in Vorarlberg, bestanden. Es ist wohl schon im Kon- zept der Publikation angelegt, dass infolge der Kürze der Beiträge manches nur angetönt werden kann und dadurch Anregungen zu vertieften Unter- suchungen gegeben werden. Das Buch ist formal gefällig aufgemacht, reichlich schwarz-weiss illustriert, mit einem farbigen Titel- blatt versehen und infolge des zweispaltigen Schrift- satzes leserfreundlich. Die Anführungen der An- merkungen am Schlüsse jedes Artikels anstatt am Fusse jeder Seite erschweren dem interessierten Leser das Nachschlagen. Drucktechnisch und gra- phisch sollte durch noch grössere Sorgfalt eine Qualitätssteigerung angestrebt werden (z.B. die Illustrationen S. 19, 124, 148, 165). Eine geogra- phisch-politische Karte wäre für manche Beiträge dienlich. 215
        

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