ARCHÄOLOGISCHE BEITRÄGE WALDTRAUD WAID Archäologische Sondierungen im Nendler Feld ABBILDUNGSNACHWEIS Myriam Bargetze, Landes- archäologie 
Im Zuge der Erschliessung eines neuen Wohngebie- tes im Südosten von Eschen, im Nendler Feld (480m ü.M.), wurden im Jahr 1986 Strassen- und Kanalisationsarbeiten durchgeführt. Dabei wurden von Mitarbeitern der Archäologie in einem Schacht gemörtelte Steine beobachtet, die kurz darauf wie- der zugeschüttet wurden. Da in unmittelbarer Nähe dieses Arelas die römische Villa von Nendeln ausge- graben worden war, schien eine archäologische Untersuchung notwendig. An drei Stellen im Gelände wurden Sondierschnitte gelegt.' Schnitt A, auf einer Fläche von 1 m X 1 m vom Strassenrand in den Hang hinein abgetieft, zeigte im Profil unter dem Humus eine gelbliche, lössartige Schicht, die auf der Höhe der Strasse, ca. 50 m unter der Erdoberfläche, stark mit Holzkohle durchsetzt war. Die Holzkohleschicht hatte eine deutlich be- grenzte Struktur, wie etwa von einem verkohlten Brett oder Baumstamm. Von dieser Holzkohle wurde eine Probe entnommen und an das C,4-Labor des Geographischen Instituts der Universität Zü- rich-Irchel geschickt. Die Analyse erbrachte einen Wert von 2315 + 160 YBP (1988)2, d.h. ein Datum im Zeitraum zwischen 487 und 167 vor unserer Zeitrechnung. Die Erde war fundleer und unberührt, nichts wies auf eine Begehung durch den Menschen hin. Man muss daher annehmen, dass die Holzkohle durch ein Naturereignis, etwa durch einen Waldbrand oder Blitzschlag, entstanden ist. Der Suchschnitt B erbrachte auf einer Länge von 6 m bis zu 3 m tiefe Profile, an denen mehrere übereinanderliegende Rüfeschichten beobachtet, aber keinerlei Funde gemacht werden konnten. Der dritte Schnitt C (Länge 5 m) zeigte einen ähnlichen, negativen Befund. 1) Landeskoordinaten der Schnitte: A 759.883/229.507; B 759.815/ 229.477; C 759.776/229.429. 2) AMS-Datierung: Wert 5 C" - 31,0 %» 199
        

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