ARCHÄOLOGISCHE BEITRÄGE WALDTRAUD WAID Eine mittelbronzezeitliche Gewandnadel aus Gamprin, Oberbühl Anlässlich eines Bauvorhabens im Jahr 1987 in Gamprin, Oberbühl, Parzelle Nr. 84 (Landeskoordi- naten 757.370/232.115; 511m Ü.M.), wurde von der Archäologie eine Bodenuntersuchung durchge- führt, da schon 1949 während Strassenbauarbeiten in unmittelbarer Nähe bei einer Sondierung von D. Beck1 archäologisch interessante Beobachtungen und Funde gemacht worden waren. Die Profile der zwei durch das Gelände gelegten Suchgräben zeigten unter Humus und Lehmschich- ten auf ca. 508 m ü.M. eine mächtige, graubraune Schicht, die vereinzelt verbrannte Tonklumpen ent- hielt; in ihr zeichnete sich ein schwarzer, linsenför- miger Schichteinschluss ab, in dem vermehrt Holz- kohle, verbrannte Tonklumpen und verbrannte Steine lagen. Im Flächenbefund zeigte sich, dass auf diesem Niveau eine Kulturschicht verlief, denn die schwar- ze Schicht breitete sich weiter aus und grenzte an eine dichte, holzkohledurchsetzte Steinschicht und an eine rötliche, verbrannte Ton-Kies-Schicht mit grösseren verbrannten Steinen. Unter der Stein- schicht konnte ein dünnes, humoses Band mit Lehmspuren festgestellt werden. Auffallend war die Fundleere in dieser Grabungs- stelle, daher muss Interpretation und Datierung des Befundes offen bleiben. Möglicherweise steht dieser Befund mit dem der Sondierung durch D. Beck in Zusammenhang2, mit Sicherheit kann jedoch nur festgehalten werden, dass hier ein von Menschen begangener Horizont angeschnitten wurde. Einige Wochen nach der Sondierung wurde ein bemerkenswerter Zufallsfund gemacht. Der Grund- eigentümer liess der Archäologie eine Bronzenadel überbringen, die angeblich im Bauaushub gefunden worden war (Abb. 1). 
Abb. 1: Mittelbronzezeitli- che Gewandnadel aus Bronze von Gamprin, Ober- bühl; M 1:2; Inv.-Nr. 0 0316/0001. 1) D. Beck, Jbl 49, 1949, 106 f. 2) Die Grabungsstelle 1949 war nur etwa 35 m entfernt. 197
        

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