Reste der Quarzierung (Abb. 3), haben eine Wand- stärke von 11-12 mm und müssen zu grossen, unglasierten Schüsseln in der Form von Drag. 43 gehört haben/ Von den Terra-Sigillata-Scherben (Abb. 4) stammt ein Randstück von einem Teller Drag. 183 (Abb. 4,1), eines von einem Teller Drag. 324 (Abb. 4,2) und ein weiteres von einer Schüssel Drag. 375 (Abb. 4,4). Abb. 3: Fragmente von zwei römischen Reibschüs- seln, M 1:2. 
Ein Wandstück gehört zu einem kleinen Krug, der nicht näher zu bestimmen ist (Abb. 4,5), und ein weiteres, sehr kleines Wandfragment mit Resten von Reliefverzierung wohl zu einem kleinen, dünn- wandigen Becher der Form Drag. 306 (Abb. 4,3). Ausserdem sind noch einige andere kleine Terra- Sigillata-Fragmente von nicht mehr bestimmbarer Form erhalten. Die Keramikfragmente kann man nur summarisch zeitlich einordnen, nach Form und Tonqualität gehören sie mehrheitlich ins 2. Jahrhundert n.Chr.; der Teller Drag. 18 jedoch muss noch in die 2. Hälf- te des 1, Jahrhunderts n.Chr. datiert werden. Die angeschnittenen Steinlagen mit Mörtelresten und Scherben liegen alle etwa auf gleichem Niveau und können als verstürztes Mauerwerk erklärt werden. Sie stammen von einem oder mehreren Gebäuden aus römischer Zeit, wobei man durch die Keramik einen ungefähren Zeitansatz im 2. Jahr- hundert n. Chr. erhält. Das Schichtenbild spricht dafür, dass diese Mauern durch Hochwasser eingestürzt sind, eine Annahme, die durch die Ergebnisse der geologischen Untersu- chung im nahegelegenen Areal Nipp unterstützt werden, wo Mauern und Mauerversturz ebenfalls in Überschwemmungsschichten liegen.7 Da keine Hinweise auf in situ befindliche architekto- nische Reste gewonnen werden konnten, wurden die Suchgräben nach der Dokumentierung der Befunde wieder zugeschüttet und das Gelände ein- geebnet. 2) Vgl. F. Oswald - T. D. Price, An Introduction to the Study of Terra Sigillata (1920 ND 1965) 215 Taf. 73,4-7.12. 3) Vgl. ebd. 181 Taf. 45,1.3.7.9-13.17. 4) Vgl. ebd. 205 Taf. 63,7. 5) Randstück einer grossen Schüssel mit sehr hohem Rand, oberhalb der Reliefzone abgebrochen; vgl. allg. Oswald - Pryce a.O. 95 ff. Taf. 11,4; 12,1.6; 13,7. 6) Vgl. allg. ebd. 86 ff. Taf. 7 f. 7) Vgl. B. Wohlfarth bei H. Fetz u.a. JbL 87, 1987, 145 ff. 188
        

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