Römische Siedlungsreste in Balzers, Gängle ABBILDUNGSNACHWEIS Landesarchäologie Abb. 1: Hermann Fetz Abb. 2: Hansjörg Frommelt 
Im Grundstück Parzelle Nr. 1364 in Balzers, Im Gängle (Landeskoordinaten 757.010/215.110; 472 m ü.M.), wurde im Jahr 1987 von der Archäolo- gie eine Sondierungsgrabung durchgeführt, da ein Hausbau geplant war, und da in der Umgebung dieses Geländes immer wieder römische Mauerre- ste gefunden worden waren.1 Mit Hilfe eines Baggers wurden vier Suchschnitte, 10 bis 15 m lang und 2,60 m tief, ausgehoben (Abb. 1). Die Stratigraphie ergab für das ganze Areal eine relativ einheitliche Schichtenabfolge: Unter dem Humus wurden eine Schuttschicht, eine dunkle, humose Schicht und eine mächtige, sandig- lehmige Schicht festgestellt; darunter verlief eine Schicht mit einer dichten Steinlage (Abb. 2) über einem Kiesband, unter dem eine dunkle, sandig- lehmige Schicht in die Tiefe ging. Nur zwei Schichten waren fundführend. In der oberflächlichen Schuttschicht (20-80 cm un- ter dem Humus) lagen Tierknochen, zwei korro- dierte Eisennägel, ein tönernes Pfeifenröhrchen und Scherben neuzeitlicher, glasierter Keramik. Die Schicht mit der Steinlage, in einer Tiefe von 140-180 cm, enthielt neben Mörtelresten und Tierknochen Fragmente von zwei dickwandigen, gewöhnlichen Reibschüsseln, mehrere Terra-Sigil- lata-Fragmente und ein sehr kleines Glasfragment. Die Fundobjekte sind für eine genaue Bestimmung nach Form und Datierung zu klein, daher sind nur annähernde Angaben möglich. Das Glasfragment stammt von einem nicht mehr benennbaren Objekt, weist einen winzigen Rest einer Verzierung auf und dürfte nach Glasfarbe und Oberflächenbeschaffenheit aus römischer Zeit sein. Die Reibschalenstücke tragen an der Innenseite D Vgl. E. Rheinberger, JbL 32, 1932, 27. - ders., JbL 33, 1933, 47. - G. Malin, JbL 67, 1967, 31 ff. - ders., JbL 75, 1975, 471 ff. - H. Fetz u.a., JbL 87. 1987, 
121 K 186
        

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