DIE JÜDISCHE GEMEINDE AM ESCHNERBERG KARL HEINZ BURMEISTER Eschnerberg üblich waren, so wird ein archäologi- scher Nachweis schwierig sein. Immerhin liefern auch in diesem Fall die bereits mehrfach zitierten Notizen von Fridolin Tschugmell einen ersten Hinweis. Es bestand zufolge der münd- lichen Überlieferung ein Judenfriedhof auf dem Judenbüchel. Die Flur Judenbüchel schliesst sich unmittelbar an die Strasse an, an der die oben beschriebene Synagoge der Eschnerberger Juden- gemeinde gelegen war. DIE GEMEINDEMITGLIEDER Von den Gemeindemitgliedern lassen sich in den Quellen 20 Personen fassen; sie sind verschiedenen Familien zuzuordnen. Allerdings ist eine eindeutige Zuordnung nicht in allen Fällen möglich, da oft nur die Vornamen genannt sind. Vorbehaltlich dieser Zuordnungsprobleme lassen sich folgende Persön- lichkeiten feststellen. 1. Rabbiner Abraham/'4 
wahrscheinlich Abraham Neuburg, wohl aus Thannhausen zugewandert. Denn 1651 prozessiert für ihn Moses Neuburg, Sohn des Abraham/" Der Rabbiner Abraham ist mit 573 Gulden der grösste Gläubiger der liechten- steinischen Untertanen. Ein Abraham Neuburg wird 1636 in Gaissau, bei Abraham Buchau woh- nend, genannt.61' In einer verschollenen Quelle aus den 1640er wird vor dem Rabbinergericht unter seinem Vorsitz ein Ehescheidungsprozess ge- führt."7 2. Moses Neuburg, Sohn des Rabbiners Abraham. Prozessiert 1636 gegen seinen Schuldner, den Juden David Treufuss in der Herrschaft Feldkirch/'8 16426
    

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