VORARLBERGER SPRACHATLAS Der «Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein, Westtirols und des All- gäus» wurde 1988 um eine Lieferung ergänzt. An diesem Projekt unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Eugen Gabriel, Freiburg i. Br., ist Liechtenstein durch den Historischen Verein vertre- ten und mit einem Kostenanteil von 11 Prozent beteiligt. HISTORISCHES LEXIKON FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN Der Vereinsvorstand setzte sich eingehend mit dem im November 1987 von Herrn lic. phil. Arthur Brun- hart erstellten Vorbericht über ein «Historisches Le- xikon für das Fürstentum Liechtenstein» auseinan- der. Der Bericht wurde im Frühjahr 1988 inhaltlich aktualisiert und redaktionell überarbeitet. An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 6. Juni 1988 im Vaduzer Rathaussaal stellte Arthur Brunhart seinen Bericht und das Lexikonprojekt vor. Es wurde deutlich, dass die Schaffung eines «Historischen Lexikons für das Fürstentum Liech- tenstein» als wichtige Informationsquelle sowohl bei Fachleuten als auch in weiten Kreisen der liechten- steinischen Bevölkerung auf grosses Interesse Stes- sen wird; dass ein solches Werk in besonderer Wei- se die nationale Identität unseres Volkes stärken und als Botschafter Liechtensteins im Ausland wir- ken kann; dass der Zweck des Werkes ganz den in den Statuten festgelegten Zielen des Historischen Vereins entspricht. Aus diesen Gründen beschloss die Mitgliederversammlung einhellig, dass der Hi- storische Verein gemäss Projektbericht die Träger- schaft und Herausgabe des «Historischen Lexikons für das Fürstentum Liechtenstein» übernimmt, so- fern ihn Landtag und Regierung dazu beauftragen und die Finanzierung des Projektes sicherstellen. Der Vereinsvorstand wurde ermächtigt, in diesem Sinne an die Regierung heranzutreten und die nöti- gen Verhandlungen zu führen. Die Regierung be- grüsste die Schaffung des Lexikons insbesondere 
auch aus staatspolitischen Gründen. Sie unterbreite- te dem Landtag einen entsprechenden Bericht und Antrag. Der Landtag genehmigte in seiner Sitzung vom 15./16. November 1988 einen Verpflichtungs- kredit von Fr. 2 737 700 - für das Lexikonprojekt. Im Voranschlag 1989 wurde für das Historische Lexikon ein Kredit von Fr. 200 000.- vorgesehen. Nach Ablauf der Referendumsfrist am 22. Dezember 1988 wurde die Stelle eines Redaktors öffentlich ausgeschrieben. Mittlerweile hat der Vereinsvor- stand beschlossen, Herrn lic. phil. Arthur Brunhart als Redaktor für das Historische Lexikon anzustel- len. Herr Brunhart wird seine Stelle am 1. April 1989 antreten. VERSCHIEDENES Die Peter Kaiser Stiftung Vaduz liess dem Histori- schen Verein im Mai 1988 «in Anerkennung seiner jahrzehntelangen verdienstvollen Tätigkeit für die vaterländische Geschichtskunde und zur Förderung seiner Aktivitäten im Bereich Forschung und Publi- kation» eine Vergabung von Fr. 50 000 - zukom- men. Die Peter-Kaiser-Stiftung wollte mit ihrer Zu- wendung einen Startbeitrag für einen speziellen Forschungs- und Publikationsfonds leisten. Über den Beitrag der Stiftung sollen der jeweilige Vereins- präsident und Jahrbuchredaktor gemeinsam verfü- gen. Aus diesen Mitteln wurde Herrn Roman Ban- zer, Triesen, ein Forschungsbeitrag zugesprochen für die Erarbeitung seiner Dissertation «Die Mund- art von Liechtenstein - Eine dialektsoziologische Untersuchung der Stellung der Mundart im Fürsten- tum Liechtenstein». Am 22. Dezember 1988 nahm die Fürstliche Regie- rung die Neubestellung der Naturschutzkommission für die Mandatsperiode 1988/92 vor. Als Vertreter des Historischen Vereins wurde auf Vorschlag des Vorstandes Herr Josef Biedermann, Planken, be- stellt. Vaduz, im März 1989 Dr. Alois Ospelt, Vorsitzender 212
        

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