VEREINSCHRONIK 1988 massige Auslagerung und Unterbringung führte zu weiteren Schäden und Verlusten an einzelnen Ob- jekten. Weil gesundheitliche Schäden für das an den betroffenen Materialien arbeitende Personal zu be- fürchten waren, mussten die Arbeiten vorüberge- hend eingestellt werden. Im Hinblick auf zu treffen- de Schutzmassnahmen für das Personal und auf sachgerechte Reinigungs- und Konservierungsarbeit waren wissenschaftliche Abklärungen nötig. Der er- neute Schaden, in seinem Umfang kaum abzuschät- zen, wird nur in jahrelanger Arbeit zum Teil beho- ben werden können. Teile des betroffenen Kulturgu- tes müssen endgültig abgeschrieben werden. Die Pendenzen unseres Landes im Bereich des Kultur- güterschutzes haben sich einmal mehr verhängnis- voll ausgewirkt. Sie sollten so rasch wie möglich behoben werden. Bei dieser Gelegenheit sei dem im archäologischen Dienst tätigen Personal, allen voran Frau Eva Pepic- Helferich und Herrn Hansjörg Frommelt, für den ausserordentlichen Einsatz bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme im Zusammenhang mit dem Brandschaden bestens gedankt. Ihre Leistung ver- dient es, hier besonders erwähnt zu werden. 
in Triesenberg und am 28. November in Ruggell die Flurnamenkarte der jeweiligen Gemeinde überge- ben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit liegen bereits für sieben Gemeinden unseres Landes Flur- namenkarten samt Begleitheften vor. Die Archivarbeiten wurden planmässig fortgeführt. Es wurden die im Landesarchiv deponierten Pfarrei- archive von Bendern und Eschen gesichtet und Flur- und Personennamen exzerpiert. In Triesenberg wurde ein erster Versuch einer volksetymologischen Befragung gemacht. Es geht dabei darum, das nur mündlich überlieferte Wissen der einheimischen Bevölkerung zur Deutung von Namen zu erfassen und für die Forschung nutzbar zu machen. Die bisherige EDV-Anlage wurde durch eine neue, wesentlich leistungsfähigere Anlage (System VAX 2000) ersetzt. Damit verbunden waren verschiedene organisatorische Umstellungen und Abklärungen. Angestrebt wird der Aufbau einer Gesamtdatei, aus der nach einem genauen Strukturplan ein Namen- buch, also ein durchdachtes, systematisches Nach- schlagewerk zu allen Namen des Fürstentums Liechtenstein ausgezogen und druckfertig gemacht werden kann. LIECHTENSTEINER NAMENRUCH Für dieses Projekt unter der wissenschaftlichen Lei- tung von Herrn Professor Dr. Hans Stricker stand 1988 ein Landeskredit von Fr. 250 000 - zur Verfü- gung. Das Personal setzte sich zusammen aus Herrn lic. phil. Lorenz Jehle, Koordinator, und Frau Lore Büchel, Sekretärin, beide in fester Teilzeitanstel- lung, sowie den Studenten Anton Banzer, Claudius Gurt, Mathias Ospelt und Herbert Hübe, die unregel- mässig im Stundenlohn arbeiteten. Bis Ende April 1988 war zudem Herr lic. phil. Roman Banzer zur Bearbeitung der Flurnamenkarten von Eschen und Schellenberg angestellt. Frau Büchel schied Ende Juni 1988 aus dem Dienst aus. Die Feldaufnahmen für die Flurnamenkarten konn- ten 1988 völlig abgeschlossen werden. Im Rahmen von kleinen Feiern wurde am 24. März in Eschen, und am 24. Mai in Schellenberg, am 26. September 
LIECHTENSTEINISCHES URKUNDENRUCH Mit der Lieferung des Personen- und Sachregisters im Band 87 des Jahrbuchs ist Band 5 des ersten Teils des Urkundenbuches (bis 1416) abgeschlos- sen. Nachdem die Archive der benachbarten schweizerischen Kantone in Chur und St. Gallen bereits in Band 1 und 2 bearbeitet worden sind, fehlt lediglich noch die Erfassung der Quellen aus den übrigen Schweizer Archiven. Diese Quellen sollen im Band 6, dem letzten des ersten Teils des Urkunden- buchs veröffentlicht werden. Professor Dr. Benedikt Bilgeri hat im Auftrag des Historischen Vereins 1988 bereits mit den Arbeiten dazu begonnen. 211
        

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