LIECHTENSTEIN - FÜRSTLICHES HAUS UND STAATLICHE ORDNUNG / REZENSION das demokratische Element ein Bestandteil der Ver- fassungsordnung. Die vornehmste Aufgabe des Für- sten sieht Willoweit im Ausgleich zwischen den poli- tischen Lagern, «ein im Grunde genommen uraltes monarchisches Amt, das der Wahrung des inneren Friedens dient und vom Vertrauen des Volkes lebt». Die beiden letzten Beiträge zeigen eindringlich, dass Rechts- und Verfassungsgeschichte auch in sehr an- regender Form dargeboten werden kann. Der durchaus positive Gesamteindruck des Bandes wird durch eine Ausstattung mit qualitätvollem Bild- material verstärkt. An mancher Stelle hätte die Ein- fügung einer Stammtafel - gerade für bestimmte Epochen der Geschichte des Hauses Liechtenstein — oder die Beigabe einer einfachen Kartenskizze den Informationswert noch erhöhen können. Das Werk ist sicher nicht dazu bestimmt, eine detaillierte neue Geschichte des Hauses und des Fürstentums Liech- tenstein vorwegzunehmen. Es liefert aber in seinen einzelnen Beiträgen ganz wesentliche Bausteine da- zu und behandelt manche Grundfragen in so detail- lierter, auf solide Quellenarbeit gestützter Form, dass es als Grundlage für viele künftige Forschungen dienen kann. So gesehen ist dieses Buch von zentra- ler Bedeutung für die Erforschung der Geschichte von Haus und Fürstentum Liechtenstein und als die wichtigste Publikation anzusehen, die in den letzten Jahren zu diesem Thema erschienen ist. 
ANSCHRIFT DES AUTORS Prof. Dr. Heinz Dopsch Universität Salzburg Institut für Geschichte Rudolfskai 42 A-5020 Salzburg 203
        

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