LIECHTENSTEIN - FÜRSTLICHES HAUS UND STAATLICHE ORDNUNG / REZENSION Liechtenstein - Fürstliches Haus und staatliche Ordnung VOLKER PRESS / DIETMAR WILLOWEIT (HRSG.) LIECHTENSTEIN - FÜRSTLICHES HAUS UND STAATLICHE ORDNUNG GESCHICHTLICHE GRUNDLAGEN UND MO- DERNE PERSPEKTIVEN Verlag der Liechtenstei- nischen Akademischen Gesellschaft Vaduz - R. Oldenbourg Verlag München/Wien 1987; 524 S., 41 Abb., davon 21 in Farbe, Fr. 48-Volker 
Pres, / Dictmjf Wilbttcit (Hng.) Liechtenstein - Fürstliches Haus und staatliche Ordnung 
Seit Jacob von Falke in den Jahren 1868 bis 1882 seine «Geschichte des fürstlichen Hauses Liechten- stein» in drei Bänden veröffentlicht hat, ist keine zusammenfassende Darstellung der Geschichte des Hauses Liechtenstein erschienen, die wissenschaftli- chen Ansprüchen gerecht wird. Das verdienstvolle Werk von Falke selbst, der vor allem Kunsthistoriker war und auf dem Gebiet der Quellenkunde und Ge- nealogie als Autodidakt arbeiten musste, ist nicht allein von der Abfassungszeit her, sondern auch von der Quellenbasis längst überholt. Umso mehr ist es zu begrüssen, dass es zwei Professoren der Univer- sität Tübingen, Dietmar Willoweit und Volker Press, unternommen haben, Schwerpunkte der Geschichte des Hauses, aber auch der Geschichte des Fürsten- tums Liechtenstein in einem Sammelband aus histo- rischer und rechtshistorischer Sicht darzustellen. Der Band ist eine Frucht des gemeinsamen Oberse- minars, das Press und Willoweit im September 1984 in Vaduz gehalten hatten. Manche Beiträge stam- men aus der Feder von Professoren und von wissen- schaftlichen Mitarbeitern der Universität Tübingen, die Mehrzahl aber von Dissertanten und Diploman- den, die ihre Themen nach dem Seminar noch ein- gehend überarbeitet haben. Deshalb verdient es gleich eingangs festgehalten zu werden, dass die Einzelbeiträge sowohl vom methodischen Ansatz als auch von der Art der Darstellung her den Standard von Seminararbeiten weit übertreffen. Bei der Auswahl der Themen haben die beiden Herausgeber eine durchaus glückliche Hand bewie- sen. Sie betonen in der Einleitung, dass es ihre Absicht war, Haus und Fürstentum Liechtenstein gleichermassen darzustellen: «Die Entwicklung eines Hauses, das den historischen Landschaften der Habsburger Monarchie und dem Wiener Hof aufs engste verbunden war, traf sich durch den Erwerb der Grafschaften Vaduz und Schellenberg mit der Geschichte des Alpenraumes. Es entstand ein fruchtbares Spannungsfeld zwischen der hoch- aristokratischen Familie und ihrer kleinen Herr- schaft am Alpenrhein. Darin wurden sowohl der Wandel einer der grossen europäischen Adelsfami- lien wie auch Modernisierung, Staatwerdung und Demokratisierung des Fürstentums deutlich». 197
        

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