Fürst Johann IL 1840-1929 Armee veröffentlicht, der von einem gewissen «Ari- minius» geschrieben wurde.128 Hier werden die ver- schiedenen Helden unter den österreichischen Ar- meeführern der Reihe nach genannt, wie z.B.: Und Wratislaw und Liechtenstein, die Kühnen, Mit d'Aspre hier sich ew'gen Ruhm verdienen. (S. 41) Eine Anmerkung des Herausgebers identifiziert die- sen «Liechtenstein» als Fürst Friedrich (S. 71). (Das Gedicht endet mit einem Vivat auf den neuen Kaiser, Franz Josef, der als Erzherzog auch an dieser Schlacht teilgenommen und sich dabei heldenhaft geschlagen hatte.) 
Mit ihren 71 Jahren übertraf die Regierungszeit des ältesten Sohnes und Nachfolgers des Fürsten Alois IL, Johanns II. (Regierender Fürst 1858-1929) die- jenigen der bisherigen längsten Regentschaften un- ter seinen europäischen Zeitgenossen, sowohl jene Königin Victorias von Grossbritannien (65 Jahre) als auch jene Kaiser Franz Josefs von Österreich (68 Jahre). Ausser seiner langen Regierungszeit war Fürst Johann II. einerseits für seine Munifizenz und andererseits für seine Menschenscheu bekannt. Trotz seiner Distanz zu der Bevölkerung seines Für- stentums wurde Johann II. von dieser nicht nur verehrt sondern auch geliebt. Es war ihm auch be- schieden, der erste Regent des Hauses Liechtenstein zu sein, der in literarischer Hinsicht das Fürsten- haus mit dem Land verband, das seinen Namen trägt. Der einheimische patriotische Dichter Johann Baptist Büchel12'1 widmete dem Fürsten zwei Gedich- te, die in der Sammlung Liechtenstein im Liede veröffentlicht wurden, welche Franz Kraetzl im Jah- re 1908 anlässlich des 50jährigen Regierungsjubi- läums Johanns II. herausgab.1'" Das eine, «Liechten- steiner Fürstenlied» (S. 45 f.), hat mehr den Charak- ter einer Hymne und behandelt den Fürsten auf abstrakte Weise als Landesvater"1, während das an- dere, «Dem Jubelfürsten» (S. 13 f.), ein Gelegen- heitsgedicht zum Anlass des Goldenen Jubiläums am 12. November 1908 darstellt. Wir bringen hier das Gedicht, dessen übersteigertes Lob dem Geist der Zeit um die Jahrhundertwende noch entspricht, in seinem vollen Wortlaut: Fünfzig Jahre Fürst im Glänze einer Krone, Die von grossen Taten, weltbekannten, Strahlet wie von tausend Diamanten; Eines Hauses Haupt, zu dessen hohem Preise Ungezählte Ruhmesblätter rauschen, Denen noch die fernsten Zeiten lauschen. Fünfzig Jahr' Mäcen der Kunst, der Ideale, Die verklären alles ird'sche Streben Und des Menschen Geist zum Himmel heben; Gönner alles hohen Schaffens, edlen Ringens, Dess' Gedanken auf zum Schönen weisen, Dessen Geist erhob 'ne Werke preisen. 122
        

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