Zur Bauetappe II um 1743, mit dem Ersatz der ursprünglichen Auf- stiegleiter durch einen Treppenaufgang, hat die grosse Kammer einen direkten Zugang erhalten (Abb. 15). Der Durchgang aus der kleinen Kammer ist damit verschlossen worden. Gut gelingt der Nachweis für die sekundäre Ausbrucharbeit (Abb. 16). Zu beiden Gewänden ist eine obere Wandbohle zwei bis drei mal durchbohrt und danach mit dem Stechbeitel durchtrennt worden. So konnte eine Stichsäge einge- führt und die Türöffnung herausgesägt werden. Die aktuelle Tür ist später etwas erhöht worden (Bauetappe III, III b). Die Fenster Wie die Türen repräsentieren auch einige Fenster im untersuchten Haus die Baukultur des 16. Jahrhunderts. Alle heutigen Fensterflügel stammen aus den Bauetappen III und III b. In der Stube finden wir an der Westwand (Abb. 9 und 17) das nördliche Gewände des ursprüngli- chen Fensters mit einer lichten Höhe von 75 cm. Wohl als Bauetappe II b, mit dem Vorhaben, die bisherigen Butzenscheiben durch die lichtdurchlässigeren Sprossenfenster auszutauschen," sind die Südwand und die Südwest-Ecke der Stube in Massivmauerwerk ersetzt worden und haben höhere Fensteröffnungen erhalten, mit «barocken» Wand- nischen bis zum Boden. Zur Bauetappe III sind sodann diese Öffnun- gen nochmals leicht verändert und die darunterliegenden Wandnischen mit Backsteinen zugemauert worden. Die Stubenwestwand enthält eine weitere Öffnung, wie sie oft mit «Seelapalgga» bezeichnet zu Legenden Anlass gibt (Abb. 18).7 Seine lichte Weite von 30 mal 18 cm Abb. 16: Grosse Kammer, östli- che Tür sekundär durchgebro- chen, Detail: die Bohle in Bild- mitte ist erst mit drei Bohrlö- chern durchstossen, dann mit dem Stechbeitel durchtrennt worden. So wurde das Einführen einer Stichsäge ermöglicht. 99
        

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