Wie sieht die personelle Situation in bezug auf die zu bewältigenden Aufgaben heute und in naher Zukunft aus? David Beck hat das Museum noch neben seiner Schultätigkeit geleitet. Mit meiner Person wurde erstmals ein hauptamtlicher Museumsleiter eingesetzt, der alle Sparten der Museumsarbeit betreuen sollte. Die Museumsarbeit wird sich immer mehr spezialisieren. Die Ansprüche wachsen, so dass für verschiedene Tätigkeiten und Sammlungsgebiete wissenschaftlich ausgebildete Fachleute eingesetzt werden müssen. Das bietet in einem kleinen Museum mit beschränktem Personalbe- stand einige Schwierigkeiten. Wir werden immer auf den Rat von Fachleuten, die bei uns nicht vorhanden sind, und die Hilfe befreunde- ter Museen, in unserem Falle etwa Chur, Bregenz, Zürich und St. Gallen angewiesen sein. Unserem Museum ist für den internen Gebrauch ein Photolabor ange- schlossen. Nach dem Wassereinbruch im Depot Gymnasium wurde in der ehemaligen Spörry-Fabrik in Triesen neben der Archäologie ein Restaurierungs-Atelier eingerichtet, das vor allem die Schäden am archäologischen Material aufzuarbeiten hat. Das Atelier sollte in Zukunft aber auch für die übrigen Sammlungen des Museums einge- setzt werden können. Ohne zusätzliches und speziell ausgebildetes Personal ist dies nicht möglich. Sind Sie nicht auch der Meinung, dass gerade das Landesmuseum eine breitere Resonanz in der Öffentlichkeit haben sollte, vor allem auch in bezug auf die Jugend, und haben Sie dort spezielle Wünsche, beispiels- weise auch an die Lehrerschaft? Wie würden Sie überhaupt die Rolle und Bedeutung des Landesmuseums sowie der Erforschung der Vergan- genheit und Bewahrung ihrer materiellen Zeugen in bezug auf den heutigen Menschen bewerten? Die Besucherzahl bewegt sich zwischen 12 000 bis 16 000 im Jahr. Hauptsächlich sind es Touristen, die in den Reise- und Ferienmonaten Juli, August und September zu uns kommen. Es ist schwer abzuschät- zen, wie viele Liechtensteiner das Museum besuchen. Ich glaube aber nicht, dass es mehr als ein Viertel sind, und sie kommen hauptsächlich bei Sonderausstellungen. Das Museum muss trotzdem sein möglichstes tun, um durch interes- sante Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen seinen Bil- dungsauftrag zu erfüllen. Ich halte das Museum für ausserordentlich 434
        

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