Wer Ihre Arbeit in den letzten Jahrzehnten verfolgt hat, weiss, dass das Sichtbare, an der Oberfläche - sprich in der Öffentlichkeit bemerkte - Tun den weitaus geringeren Teil Ihres beruflichen Alltags ausmacht: der Bogen spannt sich von der Museumsleitung über die Überwachung der archäologischen Arbeiten und Funde bis hin zur Organisierung von Ausstellungen und vielem anderem mehr. Lassen Sie uns doch bitte darüber mehr erfahren! Die Überwachung der archäologischen Arbeiten und die Redaktion des Jahrbuches gehörten zu den Obliegenheiten des Historischen Ver- eins. Es stimmt jedoch, dass die Hauptaktivitäten eines Museums gleichsam hinter den Kulissen stattfinden. Man fasst sie gern mit den drei Stichworten «sammlen, bewahren, ausstellen» zusammen. Dazu kommt noch die wissenschaftliche Auswertung. 1971 galt es, mit dem vorhandenen, vom Historischen Verein gesam- melten Museumsgut in dem von Hans Rheinberger restaurierten Gebäude Ausstellungen zu gestalten. Die Thematik reichte von der Urgeschichte bis zur Volkskunde. Ohne Mithilfe von Fachleuten aus der Schweiz und aus Österreich kamen wir nicht aus. Mit ihnen wurde das Ausstellungsprogramm diskutiert. Die Kleinarbeit hatte ich mit dem Hauswart Paul Frick zu leisten, und nur dank seiner unwahr- scheinlich vielseitigen handwerklichen Begabung war es möglich, diese Aufgabe zu bewältigen. Das Schweizerische Landesmuseum schickte uns für einige Tage einen erfahrenen Fachmann für Museumsgestal- tung, der uns wertvolle Hinweise gab und uns vor den gröbsten Fehlern bewahrte. Die Ausstellungen sind die Fassade des Museums - was man von aussen sieht. Eine weitere Aufgabe ist die laufende Ergänzung der Sammlungen. In den letzten Jahren konnten wir besonders unsere Graphik- und Kar- tensammlung bedeutend erweitern. Mein Nachfolger lic. phil. Norbert Hasler hat sich dieser Abteilung ganz besonders angenommen. Aber auch auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst, der Ortsbilddokumenta- tion und der Volkskunde sind uns zahlreiche Erwerbungen gelungen. Es gilt aber auch, die Sammlungen zu ordnen und zu inventarisieren. Dazu war die Einrichtung eines Photolabors nötig, da jeder inventari- sierte Gegenstand eine Karteikarte mit Lichtbild bekommt. Das sind Tausende von Karten, zu denen die Daten eruiert werden müssen, eine grosse Arbeit, die nie ganz abgeschlossen ist. Sammlungsgegenstände, 431
        

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