Bewahrung des Vergangenen als Dienst am Heute INTERVIEW MIT FELIX MARXER Wie viele Jahre üben Sie nun schon das Amt des Konservators am Landesmuseum aus, und ist diese Zeit identisch mit der Ihres Staatsdien- stes überhaupt? Ich bin im Mai 1973 zum Konservator ernannt worden. Ursprünglich war geplant, den Posten eines Konservators nebenamtlich zu besetzen. Die Einrichtung des Museums im historischen Haus Dr. Batliner, ehemals Taverne «Zum Adler», hatte schon mehr als zwei Jahre vorher begonnen. Ich war damals Präsident des Historischen Vereins und Lehrer an der Realschule Vaduz und hatte eine Ermässigung der Stundenzahl erhalten. Am 15. April 1972 ist das Museum, das ja seit 1954 in der Landesbank beheimatet war, neu eröffnet worden. Es hat sich bald gezeigt, dass eine Kombination von Schulunterricht und Museumsleitung nicht praktikabel war. Ich habe also zuerst 25 Jahre Schule gehalten, bevor mir die Museumsleitung hauptamtlich übertragen wurde. Das ist jetzt 14 Jahre her. Welchen beruflichen Weg haben Sie gemacht, und stand die Leitung des Museums seit Ihrem Eintritt in den Staatsdienst als Ziel für Sie fest? Natürlich nicht. Eine spezifische Ausbildung zum Museumsleiter gibt es nicht. Konservatoren werden in grösseren Museen als fachlich ausgebildete Leiter von Abteilungen eingesetzt, so etwa für Archäolo- gie, Volkskunde, Münzkunde, Kunstgeschichte usw. Einem solchen Konservator wird dann meistens die Museumsleitung anvertraut. Bei kleinen und doch vielseitig ausgerichteten Museen ist das anders. Da ist der Museumsleiter für alles zuständig: für die Organisation, die Verwaltung, die Betreuung der Sammlungen, für die Ausstellungen und auch für die Führungen. 429
        

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