erstattete an den Vorstandssitzungen regelmässig Bericht über ihre Tätigkeit. Die ebenfalls vom Vereinsvorstand vorgeschlagene Zuord- nung der archäologischen Forschung zum Liechtensteinischen Landes- museum wurde von der Regierung grundsätzlich in Aussicht ge- nommen. An einer gemeinsamen Sitzung des Vereinsvorstandes mit der Landes- denkmalschutzkommission wurden die anstehenden Organisationsfra- gen besprochen. Dabei wurde auch die gesetzliche Verankerung der Vertretung des Historischen Vereins in der Denkmalschutzkommission angeregt. 1987 stand unter dem Budgettitel «Archäologische Grabungen und Forschung» ein Betrag von Fr. 800000.- zur Verfügung. Davon waren nur Fr. 490000.- für archäologische Forschung bestimmt, während der restliche Betrag für die Finanzierung von Restaurierungs- und Inventa- risierungsarbeiten als Folge des Wasserschadens in den Zivilschutzräu- men des Liechtensteinischen Gymnasiums vorgesehen war. Im Arbeitsbereich «Archäologie» waren 1987 drei Angestellte und 33 Temporärkräfte beschäftigt. Neben archäologischen Grabungen und Sondierungen erforderte die ständige Überwachung der Bautätigkeit in Liechtenstein einen beträchtlichen Arbeitsaufwand. Das Büro war insbesondere mit Auswertungsarbeiten beschäftigt, während das Labor hauptsächlich Fundstücke restaurierte und konservierte. Unter Leitung von Hansjörg Frömmelt wurde die Ausgrabung in der Pfarrkirche Mauren weitergeführt. Sondierungen im Aussenbereich der Kirche im Zusammenhang mit den Renovationsarbeiten ergaben keine neuen Befunde. Auf Gutenberg wurde in drei Etappen Bodenforschung betrieben. Dr. Hermann Fetz zeichnete verantwortlich für die Erfassung der Eingangsrampe zur Burg und des Aussenhofs, Hansjörg Frommelt für die Sondierungen im Turm-Innenraum und Vorraum. Im Vorraum wurden unter massivem Bauschutt eine Kalkgrube und ein früheres Mauerfundament freigelegt. Weitere archäologische Befunde wurden nicht erbracht. Bei mehreren schon bekannten archäologischen Fundplätzen wurden Sondierungen durchgeführt. Dabei kam im «Gängle» Balzers ein römi- scher Mauerversturz zutage. Die archäologische Begleitung der Reno- vationsarbeiten im Gasthof «Löwen» Vaduz konnte der bestehenden Anlage vorausgehendes Mauerwerk dokumentieren. 325
        

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