Biographischer Nachtrag zu Laurenz Feger (1816—1886) ENGELBERT BUCHER Über Laurenz Feger veröffentlichte Eduard Hengartner im Jahrbuch Bd. 85, S. 115 f. eine interessante und umfassende Arbeit. Bei solchen Abhandlungen ist es oft sehr schwer, alle Quellen ausfindig zu machen. Bei einem zufälligen Gespräch mit Richard Banzer, Triesen, wurde ich auf das Studienstipendium, das Pfarrer Valentin von Kriss, Triesen, anno 1689 errichtet hat, aufmerksam gemacht. Auf Wunsch sandte mir Richard Banzer eine Kopie dieses «Kriss'schen Stipendiums», wo ab 1776 in Protokollen alle Stipendiaten bis 1918 (Inflation) aufgeführt sind. Darunter befinden sich Studenten der Theologie, der Medizin, der Philosophie, des Lehrfaches. Sogar zur Erlernung der Hebammen- kunst, des Schneiderhandwerks und wegen eines Beinbruchs eines Kindes wurden Stipendien ausgeschüttet. Solche Ausschüttungen wur- den aber nur an Anwärter aus den Gemeinden Balzers, Schaan, Triesen, Triesenberg und Vaduz gemacht. Das Original des «Kriss- 'schen Stipendiums» und die Abschrift - bearbeitet von Dr. Alois Ospelt und lic. phil. Paul Vogt - befinden sich im Landesarchiv. Im Protokoll S. 110 und S. 111 ist auch von Laurenz Feger die Rede: S. 110: «Actum am 17ten Dezbr. 1843 ist bey der Versammlung der gefertigten Collatores das krissische Stipendium dem Studenten Lau- renz Feger aus Triesen im Fürstenthume Lichtenstein, welcher damals die Gramatical-Classe im Gymnasio zu Schwitz studierte, auf die Grundlage des Hochsei. Stiftbriefes verliehen worden, wenn er jährlich das erforderliche Studienzeugniss entsprechend vorweiset, widrigen- falls ihm dasselbe entzogen wird. Die Gründe zur Verleihung waren: 1. Weil er sehr arm war. 287
        

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