und Grab 1 durch den Bagger vernichtet worden war. Ebenso bedauer- lich ist es, dass wir von den Untersuchungen aus den 60er Jahren keine Profilzeichnungen haben, die den Schichtverlauf an der Westpartie der Kapelle erklären würden. Auch hier kann leider kein Vergleich der Befunde gemacht werden. Nach dem heutigen Kenntnisstand über St. Mamertus ist es durchaus möglich, dass der ursprüngliche Friedhof mit einer Kapelle auf der weithin sichtbaren Kuppe ab dem 9. Jh. errichtet worden wäre; datie- ren lässt sich dies allerdings noch nicht mit Sicherheit, da die Gräber aus dieser Zeit beigabenlos sind und andere datierbare Befunde bislang nicht existieren. Als Vergleichssituation könnte man jene des Guten- bergs bei Balzers anführen, wo sich ebenfalls an einer markanten Hügellage zuerst eine Begränisstätte befand, die später zu einer Burg umfunktioniert worden ist (Bill 1985). Im Gegensatz zu Balzers, wo der Sakralbau heute abgetragen ist, finden wir in Triesen nur noch einen solchen vor. Der genaue historische Ablauf ist auch heute noch nicht genau zu bestimmen, doch können wir nun davon ausgehen, dass St. Mamertus zeitweise sicherlich als Sitz des Landadels, der Herren von Trisun, genützt worden ist, wie dies ja bereits früher schon vermutet wurde. 234
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.