menten erhalten (Abb. 5, 1 + 3). Dazu kommt noch ein kleineres Exemplar (Abb. 5, 2). Ein dünnes, langes und wenig geschweiftes Schneidenstück könnte zu einer Sichel gehören (Abb. 5,7). Pferd und Reiter werden durch ein Hufeisenfragment (Abb. 6, 3), die ovale, flachgeschmiedete Fussauflage eines Steigbügels (Abb. 6, 2) und einen Sporn mit sechszackigem Rad (Abb. 6, 1) belegt. Im Fundmaterial sind des weiteren zwei Eisenglocken (Abb. 7, 1+2) sowie eine Maultrom- mel (Abb. 7, 3) vorhanden. Ringe gibt es in veschiedenen Dimensio- nen und zu diversen Zwecken (Abb. 7, 4—7). Splint und achterförmige Kettenglieder sind aus geschmiedetem Eisendraht gefertigt (Abb. 7, 8-10). Die beiden Riegelbalken mit geschmiedeten Anschlägen ent- sprechen zwei verschiedenen Gewichtsklassen (Abb. 8, 1 + 2). Vielfäl- tig ist das Spektrum der Nägel (Abb. 8, 3-16). Das hier vorgelegte Fundinventar ist nicht sonderlich reichhaltig; es genügt aber, um daraus festzustellen, dass es dem Charakter nach mit demjenigen aus Burgen zu vergleichen ist. Aus diesem Grund legen wir hier nochmals den Gesamtplan nach den beiden letzten Grabungen vor, der anhand der Originalpläne der 60er Jahre revidiert worden ist (Abb. 1). Leider können die Befunde der Forschungen von 1901 (JBL2, 1902, S.48) und 1932/33 (JBL 33, 1933, S. 140) nicht genau lokalisiert werden; es bestehen dazu nur ungenügende Dokumente. An der Ostmauer ist nun der Platz eines horizontalen Balkenlagers in der Mauerinnenseite klar erkenntlich. Ebenso konnten Teile der nördli- chen Mauerpartie ergänzt werden. Ob hier aber der untere Mauervor- sprung nur die Breite des Mauerfundamentes bedeutet oder eventuell eine jüngere schmalere Mauer auf eine ältere breitere gesetzt wurde, ist allerdings nicht feststellbar. Ebenso lässt sich nicht überprüfen, ob die von J. Büchel festgestellte Zweiräumigkeit des Gebäudes in der Nordostecke wirklich bestand; hier hat der Strassenbau eine Nachprü- fung verunmöglicht. Zur zeitlichen Abfolge der festgestellten Befunde gibt es nur wenig Anhaltspunkte. Dazu dient der Schichtbefund, den wir 1985 mittels eines kleinen Schnittes und anhand der damals zu respektierenden «neuen» Böschung vorfanden. Immerhin gibt dies einige Erkenntnisse, die allerdings nicht zum voreiligen Schluss führen sollen, dass man nun alles Wichtige über die Geschichte von St. Mamertus wüsste. Es ist wohl oberstes Gebot, dass hier keine weiteren Terrainveränderungen mehr erfolgen, oder dann nur unter rechtzeiti- ger Beiziehung der entsprechenden archäologischen Instanzen. 232
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.