Triesen, St. Mamertus JAKOB BILL Die bis jetzt letzte bauliche Sanierung der Kapelle St. Mamertus hat bereits 1967/68 zu Ausgrabungen geführt. M. Wanger hat die Resultate zusammengefasst und publiziert (Wanger 1969). Zuerst ging es damals um die Nachprüfung der Baugeschichte der Kapelle, nachher um die Ausgrabung von Mauerfundamenten, die die leicht aus der Hangflanke vorspringende Kuppe umfassen und bereits 1901 erforscht worden waren. Klar war man sich darüber, dass mit jenen Ausgrabungen immer noch keine vollständige Erforschung der Hügelkuppe erfolgt war und auch verschiedene Fragen historischer Art weiterhin einer Antwort bedürfen würden. Umso erstaunlicher mag erscheinen, dass ohne vorherige Anzeige an die Denkmalschutzkommission der Fürstlichen Regierung eine Neuter- rassierung des Pfrundwingert in Angriff genommen wurde und bei diesem Vorgehen, bzw. schon bei der Planung niemand an die ungelö- ste Geschichte von St. Mamerten gedacht hat. Wie dem auch immer sei - als wir uns mit den Vorbereitungen zu einer Notgrabung im Bereich Triesen «Runkels» beschäftigten, war ein Baggerlärm von St. Mamer- ten her vernehmbar, der mit der Zeit so aufdringlich wurde, dass ein Archäologe an einer solch prädestinierten Stelle Nachschau halten muss. Dabei konnten wir feststellen, dass im Bereich der West- und Südkante der Kuppe von St. Mamerten bereits wesentliche Erdbewe- gungen erfolgt waren und der ganze Hang für einen neuen Rebberg in Horizontalterrassierungen aufgeteilt worden war. Als wir realisiert hatten, dass bei diesen Arbeiten die ursprüngliche Hangkante zurückversetzt worden war, ohne dass man auf irgendeine Mauer gestossen sein wollte, blieb nichts anderes übrig, als durch eine Autopsie den Gegenbeweis zu erbringen. Es liess sich unter Kraftan- strengung seitens der immer zu guten Diensten stehenden Bauamts- 227
        

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