- H. F. Etter, J. Bill, Ein spätrömisches Grab aus Balzers, Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein 82, 1982, 181 ff. (Hier ist auch die anthropologische Bestimmung des Skelettes publiziert). Egon Rheinberger berichtete schon im 32. Jahrbuch des Historischen Vereins über den «Fund eines Grabes aus der Römerzeit», das beim Aushub für den neu zu errichtenden Kanal gefunden worden war.10 In einer umfassenderen Auswertung dieses Fundes wird die spätrömische Zeitstellung um die Mitte des 4. Jahrhunderts bestätigt." Der Bau des Binnenkanals zu Beginn der Dreissigerjahre dieses Jahrhunderts brachte noch weitere römische Funde zum Vorschein; so ist es wieder E. Rheinberger, der ein Jahr nach der oben erwähnten Fundnotiz über weitere Funde berichtet.1- Diese Fundstelle liegt nun lediglich ca. 50 Meter von der hier besprochenen entfernt und scheint mit letzterer im Zusammenhang zu stehen. Kanalisationsarbeiten im Dorfteil «Im Win- kel» brachten 1967 erneut römische Architekturreste zu Tage; die damals und im Jahre 1975 untersuchten Gebiete schliessen direkt an unsere Grabungsbereiche an.13 Dies legt nahe, die Ergebnisse der früheren Grabungen in Zusammenhang mit den neuen Befunden zu diskutieren. Die damals dokumentierte Stratigraphie scheint der unse- ren sehr ähnlich; auch hier war das Mauerwerk von einer dicken, grauen Sandschicht überlagert. Allerdings geht aus den beiden publi- zierten Profilaufnahmen nicht eindeutig hervor, ob die Mauern auch von diesem Sand umgeben waren, was jedoch mit einiger Wahrschein- lichkeit anzunehmen ist (vgl. Malin 1967, Profilaufnahmen: Süd-West- profil und Nord-Ostprofil). Im Nord-Ostprofil und im Bericht des Ausgräbers ist mehrfach angedeutet, dass die Mauerstücke auf Rhein- kies liegen.14 Es liegt also hier mehr oder weniger dieselbe Situation vor, und es ist anzunehmen, dass es sich bei den dokumentierten Mauerteilen um verstürzte Reste handelt - Malin weist auch auf diese Tatsache hin.15 Die erwähnten Kieslagen dürften, wie in den neueren Grabungen, für die Zerstörung verantwortlich gemacht werden. Es hat sich im Südteil der Grabung im Areal Nipp deutlich feststellen lassen, dass das Wasser gründliche Arbeit geleistet hatte und sogar die ziem- lich tief fundamentierten Grundmauern zerstört hat. Die von Malin an mehreren Beispielen festgestellte Mauerbreite von 60 cm entspricht auch der Breite unserer Versturzstücke, und es deutet darauf hin, dass es sich auch dort um Reste des Aufgehenden handelt. Es ist nicht 215
        

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