auch hier keinerlei Reste von einem eindeutigen Geh- oder Bodenhori- zont bemerkbar. Wie bereits erwähnt, war das westliche Ende der Westostmauer durch die vorangegangenen Aushubarbeiten zerstört worden und damit auch der Anschluss an die nordsüd-verlaufende Mauer, so dass diese nur mit grosser Unsicherheit rekonstruiert werden kann. Die Reste der letzte- ren in der südlichen Strassenhälfte folgten auch wieder mehr oder weniger dem Meter E 11, besassen eine Mächtigkeit von ca. 60 cm und waren sehr schlecht erhalten; der Erhaltungszustand nahm gegen Süden hin stark ab, so dass im Bereich der Grabungssüdwand nur mehr Reste der untersten Steinlagen zu beobachten waren. In diesem Bereich hatte auch der Mörtel - wahrscheinlich durch starken Wasser- einfluss - seine gesamte Festigkeit verloren. Drei Überlegungen deu- ten darauf hin, das bei den Aushubarbeiten die gemauerte Ecke sich südlich an die Westostmauer anschloss und vom Bagger herausgerissen worden war: so zeigte erstens die graue, grosssteinige Basis unter der Mauer eine leichte Eintiefung, wie dies bereits bei der Westostmauer zu beobachten war (dort als Spuren des Beiseiteschiebens des ober- flächlichen Materials gedeutet); ähnliche Befunde fehlen im nördlichen Teil der Nordsüdmauer. Zweitens fanden sich an der Westfront der Nordsüdmauer (Meter N 0 - N 3) vereinzelt noch Verputzreste, und im westlich davon liegenden Versturzmaterial Fragmente eines Mauerver- putzes mit Fugenstrichen; wie bereits erwähnt, konnten lediglich an der Westostmauer Reste eines solchen Mauerverputzes festgestellt werden. Als dritter Punkt kann für den Zusammenhang dieser Mauer mit der langen Westostmauer die Verteilung verschiedener Mörtelflek- ken angeführt werden; diese fanden sich auch im südlichen Grabungs- bereich, einmal direkt der grauen Schicht des Untergrundes auflie- gend, zum anderen als zusammenhängende Mörtelflecken (hauptsäch- lich in S 0 - N 2/E 11 - E 13) in die braune Schicht eingebettet; wobei letztere an die Ostfront der Mauer anschlössen. Diese drei Ähnlichkei- ten, die im Befund beobachtet werden konnten und das weitgehend gleichförmige Erscheinungsbild des Mauerrestes in der südlichen Stras- senhälfte, lassen die Zusammengehörigkeit beider Teile vermuten. In der Südostecke dieses Grabungsabschnittes zeigte sich ein weiteres, bescheidenes Mauerfragment (vgl. Abb. 20, Meter SO - N0/E27 - E29); es war stark zerstört und nur mehr in der untersten Steinlage erhalten. Die untersten Steine sind wieder auf die harte graue Schicht 170
        

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