DAS WESTPROFIL Abb. 20, Plan D 0122/002 Das Westprofil, das auf der Linie E 11 gereinigt wurde, zeigt im wesentlichen den selben Aufbau; allerdings scheint das braune Stra- tum, das in diesem Bereich völlig fundleer war, etwas mächtiger zu werden und leicht abzusinken. Dieses Profil befand sich bereits west- lich des Nord-Süd-verlaufenden Mauerzugs und vielleicht kann das leichte Absinken und die Fundleere als Hinweis gewertet werden, dass sich das Profil bereits ausserhalb des hier angeschnitteten Gebäude- komplexes befindet. PROFILBESCHREIBUNG DER SÜDLICHEN GRABUNGS- HÄLFTE Starke Unwetter führten zum Einsturz des Südprofils, sodass davon keine zeichnerische Aufnahme gemacht werden konnte. Nachdem sich die südliche Grabungsgrenze nur ca. 40 cm von den Fundamenten des Alten Amtshauses entfernt befand, war auch eine Zurückverlegung des Profils nicht möglich. Die folgende Beschreibung stellt deshalb eine Rekonstruktion auf Grund von Tagebuchaufzeichnungen und einigen wenigen Handskizzen des Befundes dar. Die Südseite zeigte im grossen und ganzen denselben Schichtaufbau, wie er schon von der gegenüberliegenden Seite bekannt war; der Humus und das sandig-siltige Schichtpaket waren jedoch in diesem Bereich durch die Strassenkofferung ersetzt worden. Auch hier wurde zur Beschleunigung der Arbeiten der Aushub bis auf die Oberkante der braunen Schicht maschinell durchgeführt. Über diesem braunen Stratum zeigte sich die bereits beobachtete graue, mit grossen Steinen durchsetzte, völlig fundleere Schicht. Das braune Sediment besitzt eine unterschiedliche Mächtigkeit (zwischen ca. 10 cm und ca. 40 cm), die gegen Süden hin zunimmt. Auch hier zeigt sie stark humosen Charak- ter und ist vereinzelt mit kleineren Bruchsteinen sowie sehr vielen kleinen Kieselsteinen durchsetzt. Die römischen Mauerreste und ein Steinhorizont, der sich nahezu über die gesamte südliche Grabungs- hälfte erstreckt (siehe Beschreibung des Flächenbefundes), werden von dieser braunen, stark organischen Schicht überdeckt. An deren Unterkante sowie zwischen den Steinen treten vermehrt Mörtelreste auf. Unter dem erwähnten Steinhorizont lagerte sich dunkelbraunes bis schwarzes Material von 10 bis 15 cm Mächtigkeit ab, in das die 164
        

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